Formel 1: GP in Südkorea 2012
Vettel siegt erneut

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Sebastian Vettel dominiert wieder die Formel 1. Mit dem dritten Sieg in Serie holte sich der Titelverteidiger in Südkorea die WM-Führung zurück. Jetzt spricht vieles für den dritten WM-Triumph des Deutschen.
(dpa) Völlig losgelöst sprang Sebastian Vettel seinen jubelnden Mechanikern in die Arme und feierte ausgelassen die WM-Wachablösung. Mit dem dritten Sieg in Serie verdrängte der Titelverteidiger am Sonntag (14. Oktober 2012) in Südkorea Ferrari-Star Fernando Alonso nach fünf Monaten wieder von der Formel 1-Spitze. "Ich bin sehr erleichtert. Es war ein fantastisches Rennen für uns, es hätte fast nicht besser sein können", urteilte der Red Bull-Pilot. Vier Rennen vor Saisonende hat der Doppel-Weltmeister nun sechs Punkte Vorsprung auf den Spanier Alonso, der hinter Mark Webber Dritter wurde.
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Fernando Alonso fuhr als Dritter aufs Podium – und liegt jetzt trotzdem sechs Punkte hinter Vettel.
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Für Michael Schumacher war es ein Wochenende zum Abhaken. Platz 13 in Korea.
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Dagegen blieb Mercedes wie schon eine Woche zuvor in Japan ohne Zähler. Rekordchampion Michael Schumacher kam nicht über Rang 13 hinaus. Für Nico Rosberg war das Rennen im zweiten Silberpfeil schon nach wenigen Kilometern beendet, nachdem er unverschuldet mit dem Sauber von Kamui Kobayashi kollidiert war. Timo Glock kam im Marussia als 18. ins Ziel. Die Enttäuschung über die hauchdünn verpasste Pole Position wich bei Vettel schon nach wenigen Metern. Bereits in der ersten Kurve zog er an Webber vorbei, der fair Platz ließ. Der als Vierter ins Rennen gegangene Alonso schnappte sich Lewis Hamilton und setzte sich hinter das Red-Bull-Duo.
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Dahinter sorgte Sauber-Pilot Kamui Kobayashi für Aufregung. Zunächst berührte er mit seinem Auto Rosbergs Mercedes, dann krachte er in den McLaren von Jenson Button. "Ich war auf der letzten Rille. Dass mich da noch einer von hinten trifft, hat mich schon überrascht", sagte Rosberg. Der Wiesbadener musste seinen beschädigten Silberpfeil kurz darauf abstellen. Auch für Button war das Rennen mit einer gebrochenen Rad-Aufhängung vorbei. Der Japaner Kobayashi musste mit einer Durchfahrtstrafe büßen. Vettel hingegen kontrollierte vorn das Geschehen vor Verfolger Webber. Der Australier behauptete seinen zweiten Platz auch, als Alonso zur Rennmitte noch einmal näher kam. Danach verlegte sich die Spitze auf Ergebnissicherung. Von der Red-Bull-Box bekam Vettel die klare Ansage, nicht schon wieder zu viel für die schnellste Rennrunde zu riskieren. "Achte auf deine Reifen, sei vorsichtig", funkte der Kommandostand immer wieder. In den Schlussrunden wurden die Mienen der Chefs immer banger, doch es reichte.
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