Formel 1: GP Indien 2011
Vettel gewinnt Indien-Premiere

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Auch die Indien-Premiere wurde zur großen Show des Sebastian Vettel. Der Weltmeister feierte einen Start-Ziel-Sieg und verblüffte mit Hindi-Kenntnissen. Im Gedenken an zwei tote Kollegen fiel sein Jubel jedoch gedämpft aus.
(dpa/jkr) Für Sebastian Vettel war es Liebe auf den ersten Blick. Nach seinem Sieg bei der Indien-Premiere richtete der Formel 1-Rekordjäger sogar einige Hindi-Worte an seine verblüfften neuen Fans. "Einmal habe ich gesagt: Dankeschön und du hast schöne Augen. Ich musste ja ein bisschen glänzen mit den Hindikenntnissen", erklärte der kesse Hesse, nachdem er am Sonntag die indischen Herzen vor den Toren Neu Delhis im Sturm erobert hatte. Erster Indien-Sieger überhaupt – der Formel 1-Champion schreibt auch nach seiner WM-Titelverteidigung weiter Geschichte. "Ich bin richtig stolz. Indien ist ein beeindruckendes Land", sagte Vettel nach einer perfekten Leistung auf dem staubigen Buddh International Circuit. Es war sein 11. Erfolg im 17. Saisonrennen. Der 24-Jährige hat damit weiter Michael Schumachers Bestmarke von 13 Siegen aus dem Jahr 2004 im Visier.
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Die neue Strecke liegt am Rande von Delhi und bekommt reichlich Smog ab. Hier kämpft sich Paul di Resta durch den Nebel.

Fernando Alonso legte eine saubere Performance hin und landete auf Rang drei.
Adrian Sutil rettete als Neunter beim Heimrennen seines Sahara-Force-India-Teams noch zwei WM-Zähler. "Diese Punkte waren wichtig, wir können zufrieden sein. Es war einfach nicht mehr Speed im Auto", erklärte der Gräfelfinger. Für Timo Glock war das Rennen mit einem kaputten Auto dagegen schon nach einer Runde vorbei. Vor vollen Tribünen erlebte die Formel 1 in Indien allen Bedenken zum Trotz eine überzeugende Premiere. Vergessen war am Sonntag auch der kleine Ärger um streunende Hunde auf der Strecke bei der ersten Trainingseinheit zwei Tage zuvor.

Lkw-Loge: Wer sich keinen der sündhaft teuren Tribünenplätze leisten konnte, behalf sich anders.
Am Ende des Rennens brachte das teaminterne Duell um Platz fünf zwischen den Mercedes-Rivalen Schumacher und Rosberg noch einmal Spannung. Nach dem letzten Stopp kam der Kerpener knapp vor Rosberg zurück auf die Strecke. "Ihr dürft ein Rennen fahren, aber bleibt sauber", lautete die Ansage von der Mercedes-Box. Doch Rosberg kam nicht mehr heran. Auch vorn gab es keine Zweifel mehr. Vettel holte sich sogar noch die schnellste Rennrunde. "Fantastische Fahrt", lobte ihn Teamchef Christian Horner. "Danke für die harte Arbeit", erwiderte Vettel.
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