Formel 1: GP Singapur
Vettel verkürzt Rückstand

Nach einem kleinen Fehler in der Qualifikation startete Sebastian Vettel beim GP von Singapur hinter Fernando Alonso auf Rang zwei, hing dem Spanier 61 Runden lang dicht am Heck, konnte jedoch nicht gefahrlos überholen.
Die Teambesprechung nach dem Großen Preis von Singapur fiel kurz aus. "Mehr als der zweite Platz war heute nicht drin", rapportierte Red Bull-Pilot Sebastian Vettel (23) seinen beiden Chefs, Teamchef Christian Horner und Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko. Weniger als eine Sekunde fuhr der Heppenheimer hinter Ferrari-Star Fernando Alonso über die Ziellinie. Der Spanier hatte das Rennen in der Qualifikation gewonnen, als Vettel wegen eines Mauerkusses fast fünf Zehntelsekunden und damit die Poleposition verschenkte. "Ich muss mich bei Seb bedanken", meinte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali deshalb schon am Samstagabend. "Ohne seinen Fehler hätte Fernando nie die Pole geholt." Trotzdem oder gerade deswegen war Vettel nach dem Grand Prix guter Dinge. Nach seinen WM-Chancen befragt, packte er sein typisches Lausbubenlächeln aus: "Die sind gut. Besser jedenfalls als noch vor vier Stunden."
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Korea GP auf der Kippe
Kann sein, dass Vettel aber doch noch einen kleinen Rückschlag verkraften muss. ABMS erfuhr: Der GP in Südkorea am 22.–24. Oktober steht weiter auf der Kippe. Noch immer ist die zweite Asphaltschicht nicht aufgetragen. Die Streckeninspektion von Renndirektor Charlie Whiting wurde entsprechend auf den 11. Oktober verschoben. "Ein schlechtes Zeichen", sagt ein FIA-Insider. Auch Medical Centre und Pressezentrum sind angeblich noch immer Bauruinen. Einige Teamchefs vermuten: Um Verträge einzuhalten wird die Formel 1 in Südkorea anreisen, um dann festzustellen, dass man dort nicht fahren kann. Fiele der GP Korea tatsächlich ins Wasser, müsste Vettel pro Rennen nicht fünf, sondern sieben Punkte auf Webber gutmachen. Im Idealfall geht das mit drei Siegen: Denn der Gewinner bekommt exakt sieben Zähler mehr als der Zweitplatzierte.
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