Formel 1: GP Türkei 2007
Ferrari macht es wieder spannend

Ferrari-Pilot Felipe Massa fährt von der Pole Position zu einem Start-Ziel-Sieg, sein Teamkollege Kimi Räikkönnen holt den zweiten Platz. Nick Heidfeld verpasst als bester deutscher Fahrer den Sprung aufs Podest nur knapp.
- Burkhard Nuppeney
Die Forderung von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo war für seine Angestellten Felipe Massa und Kimi Räikkönen in Istanbul Programm. Wie bestellt dominierten die beiden Fahrer in ihren Ferraris den Großen Preis der Türkei direkt nach dem Start und fuhren am Ende zu einem ungefährdeten Doppelsieg. Der Führende der Weltmeisterschaftswertung, Lewis Hamilton, rettete sich nach einem Reifenschaden noch auf Rang fünf ins Ziel. Dadurch schmolz der Vorsprung des Briten auf fünf Punkte vor seinem McLaren-Mercedes-Teamkollegen Fernando Alonso (84:79) zusammen. Der Weltmeister aus Spanien schaffte nach einem eher unauffälligen Rennen als Dritter gerade noch den Sprung aufs Treppchen. Damit ist der Vierkampf um die Weltmeisterschaft zwischen Massa, Raikkönen, Alonso und Hamilton wieder vollkommen offen.
Ferrari nutzte am Start den Reifenvorteil
Direkt nach dem Start gingen die beiden Ferrari in Führung. Clever hatten die Strategen der Scuderia den Vorteil der besseren Startposition auf der rechten Seite (Rang 1 und 3) genutzt. Dabei war ihnen der Reifenvorteil ihrer Autos entgegen gekommen. Schon vor dem Rennen hatte Lauda getippt: „Ferrari kann im Gegensatz zu den McLaren mit den weichen Reifen ins Rennen gehen, weil die Autos die Reifen weniger beanspruchen wie die McLaren.“ Er sollte Recht behalten. Bis auf den zunächst drittplatzierten Hamilton konnte kein anderer Fahrer den beiden Ferrari im Verlauf des Rennens folgen. Auch die geplante Attacke von Alonso, der von Startplatz vier ins Rennen gegangen war, auf einen Podestrang blieb vorerst erfolglos. Am Start fiel der Spanier sogar auf Rang sechs hinter Nick Heidfeld und Robert Kubica zurück. Als die beiden BMW-Fahrer frühzeitig Boxenstopps absolvierten, schob sich Alonso dann auf Platz vier vor. Insgesamt war der Rennverlauf klar: Ferrari dominierte, McLaren konnte nur folgen, und BMW etablierte sich wieder einmal hinter dem britisch-schwäbischen Team als dritte Kraft.
Alonso verbockte den Start

Service-Links