Formel 1: Bilder vom Singapur GP

Formel 1: Grosjean droht Rennsperre

Blaue Flaggen: Rennleiter sagt sorry

Lewis Hamilton verliert beim Überrunden fünf Sekunden. Romain Grosjean wird als Schuldiger ausgemacht. Das sagt Rennleiter Charlie Whiting.
Lewis Hamilton hat den Singapur GP am Sonntag fast immer im Griff. Einmal allerdings rutscht dem späteren Sieger nach eigener Aussage "das Herz in die Hose". In Runde 38 läuft er auf die Überrundeten Pierre Gasly, Romain Grosjean und Sergey Sirotkin auf - die sich gerade im Dreikampf befinden.

Eng: Direkt vor Hamilton fighten Grosjean und Sirotkin

„Ich hatte wirklich Pech mit dem Verkehr. Die Jungs haben um Positionen gekämpft und wollten mich nicht vorbeilassen“, verrät Hamilton. Während vor ihm fast Grosjean und Sirotkin kollidieren, prescht von hinten Max Verstappen heran. Fünf Sekunden Vorsprung hat Hamilton auf den Red Bull, bevor er auf die Gruppe aufläuft - wenig später hängt ihm dem Holländer im Getriebe. Verstappen selbst sagt nach dem Rennen: „Das war nicht fair für Lewis.“
Hamilton: „In Kurve zehn musste ich mich ziemlich massiv verteidigen. Da stellen sich einem schon kurz die Haare auf.“ Trotzdem bringt der Weltmeister Verständnis für die Nachzügler auf: „Die Flaggen sind dunkelblau, gerade hier bei Nacht sehr schwer zu sehen. Erst mit den Lichtsignalen wurde es dann besser, aber auch da haben einige Fahrer nicht drauf reagiert.“
Allen voran Romain Grosjean. Der Haas-Pilot wird von den Regelhütern dafür mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belangt, entschuldigt sich später: „Es tut mir leid. Ich hatte nicht die Absicht, jemanden aufzuhalten.“ Grosjean erklärt: „Ich habe mit Sergey gekämpft, der ein bisschen Go-Kart-Rennen gespielt hat. Deswegen konnte ich nicht wirklich langsam machen.“

Rennleiter Whiting hat sich bei Hamilton entschuldigt

Rennleiter Charlie Whiting sieht das ganz anders: „Romain hat einfach komplett die Regeln vergessen. Auch, wenn er selbst im Zweikampf ist, muss er rüberfahren und die Führenden vorbeilassen.“ Whiting sucht Sieger Hamilton nach dem Rennen sogar extra im Raum hinter dem Podium auf, um sich zu entschuldigen, dass die Rennleitung nicht konsequenter durchgegriffen hat!
„Das war einer der schlimmsten Fälle Ignorierens blauer Flaggen, an den ich mich in letzter Zeit erinnern kann“, rüffelt Whiting Grosjean. Zusätzlich zu den fünf Sekunden im Rennen kriegt der Franzose auch noch zwei Strafpunkte auf seine Superlizenz aufgebrummt. Damit fehlen ihm nur mehr drei weitere und er wird ein Rennen gesperrt. In den nächsten vier Rennen (Russland, Japan, USA und Mexiko) darf sich der Haas-Fahrer nun nichts mehr erlauben.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / F1

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