Formel 1: Großer Preis von Ungarn
Hamilton siegt in Hitzeschlacht

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Lewis Hamilton auf Mercedes hat den Großen Preis von Ungarn gewonnen. Sebastian Vettel landete hinter Kimi Räikkönen auf dem dritten Platz.
(dpa) Mit seinem Premieren-Sieg im Mercedes hat Ungarn-König Lewis Hamilton die erhoffte Puszta-Party von Sebastian Vettel verhindert. Der britische Silberpfeil-Star verwies im Hitzerennen auf dem Hungaroring (29. Juli 2013) Lotus-Pilot Kimi Räikkönen und WM-Spitzenreiter Vettel auf die Plätze zwei und drei und zog mit seinem vierten Erfolg in Budapest mit Rekordgewinner Michael Schumacher gleich. Vettel kam auf den packenden Schlussrunden nicht mehr an Räikkönen vorbei und verpasste erneut seinen ersten Sieg in Ungarn. Der Red-Bull-Pilot festigte allerdings seine Gesamtführung nach dem zehnten von 19 Saisonläufen. Der Hesse geht mit 38 Punkten Vorsprung auf den neuen WM-Zweiten Räikkönen in den Sommerurlaub. Ferrari-Pilot Fernando Alonso wurde nur Fünfter hinter Mark Webber im zweiten Red Bull und liegt damit nun schon 39 Zähler hinter Vettel.
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Sebastian Vettel fuhr auf dem Hungaroring auf Platz 3 und war hinterher zufrieden.
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Fernando Alonso (Mitte) verlor in der WM-Gesamtwertung weiter an Boden.
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Sein Teamkollege Hamilton verteidigte neun Runden lang die Spitze vor Vettel, der seinerseits Grosjean weiter dicht im Nacken hatte. Nachdem das Trio zum ersten Reifenwechsel abgebogen war, führte Webber das Feld an. Der Australier war nach technischen Problemen in der Qualifikation als Zehnter gestartet, setzte deshalb auf eine andere Strategie und fuhr 23 Runden lang auf seinem ersten Reifensatz. Ähnlich sah die Taktik von Jenson Button im McLaren aus, der sich zwischen Hamilton und Vettel auf Platz drei geschoben hatte und den eigentlich schnelleren Deutschen rundenlang aufhielt. Vettel verlor Sekunde um Sekunde auf Hamilton, zudem konnte Grosjean wieder aufschließen und heftig attackieren. Am Red-Bull-Kommandostand wuchsen wegen der Hitze die Sorgen. "Du musst auf die Kühlung achten", erfuhr Vettel via Boxenfunk.
Erst in der 24. Runde konnte sich der Titelverteidiger endlich an Button vorbeizwängen. Der Rückstand auf den mittlerweile wieder führenden Hamilton war inzwischen auf mehr als 13 Sekunden gewachsen. Daran änderten auch die zweiten Boxenstopps nichts. Zumindest um Grosjean musste sich Vettel keine Sorgen mehr machen. Weil er aus Sicht der Rennkommissare bei einem Überholmanöver gegen Massa unerlaubt mit allen vier Rädern neben der Strecke war, erhielt der Franzose eine Durchfahrtstrafe und musste einen Podiumsplatz abschreiben. An der Spitze war Hamilton an diesem Tag ohnehin nicht aufzuhalten. Souverän verteidigte er seinen klaren Vorsprung, auch bei einigen heiklen Überholmanövern und den Überrundungen behielt er einen kühlen Kopf. Vettel hingegen musste am Ende sogar noch den zweiten Platz hergeben, weil Räikkönen einen Stopp weniger benötigte und daher am Deutschen vorbeiziehen konnte. Vettels Polster an der WM-Spitze aber ist beruhigend, der vierte Titel in Serie winkt mehr denn je.
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