Formel 1: Haas-Teamchef Steiner sauer auf Piloten
Steiner schäumt nach Unfällen: "Bin ziemlich angepisst"

Nico Hülkenberg und Kevin Magnussen fliegen im Zandvoort-Training ab und beschädigen die neuen Upgrades. Haas-Teamchef Günther Steiner spart nicht an Kritik.
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- Frederik Hackbarth
So hat sich Günther Steiner den Effekt der doppelten Vertragsverlängerung mit seinen Fahrern ganz sicher nicht vorgestellt: Vor dem Start aus der Formel-1-Sommerpause am Wochenende in Zandvoort gibt Haas den Verbleib von Nico Hülkenberg und Teamkollege Kevin Magnussen für die Saison 2024 bekannt.
Allein: Auf dem engen Dünenkurs glänzen die Haas-Piloten seitdem nicht etwa durch neues Selbstvertrauen, vielmehr produzieren gleich beide Fahrer in den Trainingssitzungen Schrott - sehr zum Unmut von Teamchef Steiner: "Ich bin ziemlich enttäuscht. Auf einer Outlap in Kurve drei, und im Wissen, dass wir nur drei neue Frontflügel haben... von denen gestern schon einer kaputtgegangen ist", ärgert sich der Haas-Boss über einen Abflug von Magnussen im Abschlusstraining am Samstag.

Not amused: Teamchef Günther Steiner schimpft mit den Fahrern
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Der Däne beschädigt sich bei seinem Unfall die Frontpartie, die verregnete Session muss kurzzeitig mit der roten Flagge unterbrochen werden. Steiner ist am Kommandostand wenig begeistert: "Ich bin gerade ziemlich angepisst. Klar, die Reifen sind kalt, aber das wissen wir", äußert der Südtiroler gegenüber Sky Sports F1 Unverständnis über Magnussens Anfängerfehler.
Das Problem für den kleinen US-Rennstall: Nachdem Hülkenberg bei seinem Abflug im ersten Training am Freitag schon einen Frontflügel beschädigt hat, gehen dem Team jetzt die Teile der neuen Konfiguration aus. Für den VF-23 hat Haas zum Start aus der Sommerpause erstmals seit dem Monaco GP im Mai einen neuen Frontflügel und eine leicht überarbeitete Nase gebracht, die für eine bessere Aerodynamik sorgen sollen.
Hinzu kommen neue Bremsbelüftungen an der Hinterachse, mit denen Haas endlich seine Probleme als Reifenfresser in den Griff kriegen will, die das Team vor allem an den Sonntagen Woche für Woche zurückwerfen.

Nico Hülkenberg checkt nach seinem Crash die Aufhängung
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Der erhoffte Quantensprung bleibt mit den Upgrades am Freitag allerdings erstmal aus, mehr als zwei 18. Plätze für Hülkenberg und die Positionen 14 und 17 für Magnussen sind nicht drin. "Auf den ersten Blick hat das nicht sehr gut ausgesehen. Der mangelnde Grip auf der Hinterachse bereitet uns weiter Probleme, wie eigentlich das ganze Jahr schon", räumt Hülkenberg nach den ersten Eindrücken ein.
Wenn die Fahrer dann noch das Auto wegwerfen und die neuen Hoffnungsträger daran ramponieren, wird das wohl auch kaum besser werden...
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