Seit Sebastian Vettel in Hockenheim seinen Ferrari im Kies vergrub, hat der Deutsche nur noch einen von 17 Grands Prix gewonnen. Lewis Hamilton aber deren zwölf. Der Brite führt die WM nach den ersten sechs WM-Rennen mit 17 Punkten Vorsprung auf seinen Mercedes-Stallgefährten Valtteri Bottas an, Vettel ist als Dritter sogar schon 55 Zähler zurück. Von sechs Rennen gewann Hamilton vier, zwei Mal wurde er Zweiter.
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Es riecht also nach dem sechsten WM-Titel für Hamilton – damit würde er Juan Manuel Fangio in der ewigen Bestenliste hinter sich lassen und die Nummer zwei hinter Michael Schumacher einnehmen (sieben Mal Meister).
Allein: Hamilton selbst verblüfft die Fans, wenn er sagt: „Ich fahre in diesem Jahr nur mittelmäßig!"
Wie bitte? Redet er die Leistung klein? Ist er nur bescheiden? Provoziert er damit die Gegner? Führt er sie gar vor?
Hamilton
Hamilton redet seine Leistung klein
Hamilton präzisiert: „Ich finde einfach, dass ich in den ersten sechs Rennen nur eine durchschnittliche Leistung gezeigt habe. Gut, vielleicht ein wenig über dem Durchschnitt. Was die Ergebnisse angeht, so habe ich bestimmt das Beste aus meinen Möglichkeiten gemacht. Ich hatte mich auch noch besser als in den Jahren zuvor auf die Saison vorbereitet. Was ich mit mittelmäßig meine: ich finde nicht, dass ich es bislang geschafft habe, immer das Beste aus dem Fahrzeug zu holen.“
Heißt übersetzt: Die Gegner sollten sich warm anziehen. Es kommt noch mehr! Hamilton: „Ich gehe davon aus, dass wir mit zunehmender Dauer der Saison den Wagen immer besser verstehen. Die größte Schwierigkeit ist der Umgang mit den Reifen. Das optimale Betriebsfenster ist noch schmaler geworden, und es ist kniffliger denn je, das Maximum aus den Walzen zu holen. Aber wir sollten früher oder später in der Lage sein, dies konstanter zu schaffen, und dann fahre ich auch auf höherem Niveau. Ob das nun schon in Kanada passiert oder erst zur Saisonmitte, das kann ich nicht sagen. Aber wir arbeiten hart daran, unsere Unzulänglichkeiten auszumerzen.“
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