Formel 1: Hamilton dominiert Longruns
Rosberg muss Vettel fürchten

Nico Rosberg kann in Brasilien Weltmeister werden. Doch der Deutsche muss aufpassen. Auf Red Bull, auf Ferrari und Sebastian Vettel - und auf den Regen.
Bild: Picture-Alliance
Lewis Hamilton gibt noch einmal alles für eine erfolgreiche Titelverteidigung. Zweimal Bestzeit im freien Training, auch in den Longruns war der Brite Schnellster. Sein cooler Kommentar: „Das Auto fühlt sich richtig gut an."
Das Problem des Jägers: Wenn Rosberg Zweiter wird, ist er weiter auf dem Weg zum Titel. Allein: In Brasilien muss der WM-Leader offenbar sogar Ferrari-Star Sebastian Vettel und die Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Daniel Ricciardo fürchten. Red-Bull-Berater Helmut Marko zu AUTO BILD MOTORSPORT: "Hamilton ist unangefochten vorn. Aber Vettel und Verstappen sind dran an Rosberg."

Lewis Hamilton präsentierte sich erneut in Topform
Auf mittelweichen Reifen war Verstappen nur knapp hinter Rosberg. Vettel hatte auf diesem Reifentyp keine Chance, ähnlich wie auf einer schnellen Runde - wo der Mercedes weiterhin als nahezu unschlagbar anzusehen ist. Der Ferrari-Star gibt aber zu: "Auf dem Longrun lief es besser. Ich habe mich mit mehr Zeit und Runden im Auto wohler gefühlt. Ich bin ruhiger geworden, was mir auf den Shortruns nicht so gelungen ist." Zur Überraschung könnte Nico Hülkenberg werden, der schnelle Runden im Windschatten der Top-Teams absolvierte.Aber: Durcheinanderwirbeln könnte die Reihenfolge das Wetter. Mercedes-Technikchef Paddy Lowe räumt ein: "Die Bedingungen waren am Freitag noch ganz anders, als wir sie morgen und am Sonntag im Qualifying sowie im Rennen erwarten." In den kommenden Tagen soll es abkühlen. Als Folge sinkt auch die Asphalttemperatur. Dann könnte es zur Lotterie werden, wer die Reifen wirklich auf Arbeitstemperatur bekommt.

Sebastian Vettel und Ferrari greifen im Rennen an
Die Vorhersage hilft vor allem Red Bull, die mit viel Abtrieb traditionell stark sind bei Nässe, und schadet Rosberg. Der WM-Favorit fährt im Regen stets mit weniger Risiko als Hamilton, Verstappen, Vettel und Ricciardo und hat deshalb auch Probleme die Reifen und Bremsen aufzuwärmen. Lowe warnt: "Diese Strecke ist für Überraschungen bekannt, weshalb wir an diesem Wochenendes nichts als selbstverständlich ansehen werden."
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