Lewis Hamilton bastelt weiter an seinem Legendenstatus in der Formel 1: Der erfolgreichste Qualifyier der Königsklasse ist Hamilton schon lange, holt am Samstag in Australien mit einem neuen Rundenrekord bereits seine 84. Pole. Unglaublich auch seine Serie im Albert Park: Dort ist es bereits die sechste Pole für ihn in Folge, die achte insgesamt!
Damit stellt Hamilton den Rekord für die meisten Poles auf einer Strecke ein - gehalten von den F1-Ikonen Ayrton Senna (acht in Imola) und Michael Schumacher (acht in Suzuka).
Silberpfeil-Boss Toto Wolff verneigt sich: „Lewis ist hier fast unschlagbar. Es ist eine seiner Lieblingsstrecken.“ Auch sonst gibt es für Wolff nach dem Qualifying allerhand Grund zu strahlen. Mercedes zeigt eine mehr als dominante Performance, brummt dem ersten Verfolger, Sebastian Vettel im Ferrari, satte sieben Zehntel auf. „Ich bin überwältigt. Nach den Tests sah es nicht so aus, aber das Team hat einen großartigen Job gemacht und hier alles rausgeholt, was wir haben“, lobt Wolff.
Mercedes
Keine Chance für die Konkurrenz: Hamilton vor Bottas
Valtteri Bottas unterstreicht als Zweiter hinter Hamilton Mercedes' Form. Trotzdem will Sportchef Wolff „am Boden bleiben“. „Unsere Longruns waren gut, aber wir müssen im Rennen alles zusammenbringen.“ Der Österreicher traut dem Braten noch nicht ganz. "Wir können noch nicht beurteilen, ob dieses Rennen ein Ausreißer ist, weil Melbourne anders ist als normale Strecken, oder ob wir generell ein Auto haben, das so stark ist, wie es heute aussah."
Trotzdem habe auch der letzte Testtag in Barcelona schon gezeigt, was möglich sein kann. Wolff: "Da haben wir es erstmals richtig zusammenbekommen und gesehen, was das Auto kann."
Hamilton selbst ist ebenfalls überrascht von Mercedes' großem Vorsprung: „Es gab dafür vorher keinen Indikator. Wir wussten, dass unser Paket gut ist, aber auch, dass wir trotzdem etwas hinten sein könnten. Nach unseren Analysen der Tests waren wir hinter Ferrari.“ Der Brite weiter: „Wir haben das Auto seitdem auch kaum verändert, aber wir verstehen es mehr.“
Anders als offensichtlich die rote Konkurrenz. „Gestern war Ferrari noch auf Augenhöhe mit uns“, glaubt Hamilton. „Es sah einfach so aus, als hätten sie viel Sprit an Bord. Ab dem dritten Training heute haben sie aber an Performance verloren. Davon konnte keiner ausgehen, deswegen ist das Ergebnis ein echter Schock. Einen besseren Start ins Jahr hätte es für uns nicht geben können.“
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Von

Frederik Hackbarth