Die Styles des Lewis Hamilton

Formel 1: Hamilton glaubt an starke Ferrari

Hamilton: „Habe mir den Titel verdient“

Lewis Hamilton kann in Austin zum vierten Mal Weltmeister werden. Mit Ferrari hat er nach den jüngsten Pannen kein Mitleid. Geht er trotzdem in die Knie?
Diese Frage gefällt Lewis Hamilton gar nicht: Ob Ferrari ihm den WM-Titel 2017 wegen der Pleiten-, Pech- und Pannenserie bei den Asienrennen auf einem silbernen Tablett serviert hat, will ein Reporter im Vorfeld des USA GP in Austin vom Briten wissen. „Ich würde eher sagen, dass ich mir den Titel über den Verlauf der Saison verdient habe“, entgegnet Hamilton mit ernstem Blick. „Schlecht fühle ich mich deshalb sicher nicht“, zeigt der Mercedes-Star wenig Mitleid mit der vom Pech geplagten Konkurrenz.

Mit Ferrari hat Lewis Hamilton absolut kein Mitleid...

Am Wochenende in Austin kann Hamilton bereits vorzeitig seine vierte Fahrer-WM gewinnen. Er selbst allerdings findet: „Das Gerede, die WM hier schon zu holen, ist lächerlich.“ Hamilton: „Man kann nicht erwarten, dass Ferrari hier wieder Probleme hat. Sie werden schnell sein und die Chance haben zu gewinnen. Sebastian (Vettel; d. Red.) war das ganze Jahr ein harter Konkurrent. Ja, sie hatten zuletzt ein paar technische Schwierigkeiten - aber ihr Auto ist immer noch so gut, wie es immer war.“
Deswegen sieht Hamilton den Titelgewinn trotz 59 Punkten Vorsprung auch noch nicht als gegeben an. „Ferrari hat hier wieder viele Updates, sie werden stark sein - genauso wie in den anderen letzten drei Rennen. Deswegen hat sich für mich auch nichts an der Herangehensweise geändert. Für mich gibt es keinen Grund, jetzt Gas rauszunehmen. Ich werde weiter pushen“, sagt Hamilton.

Hamilton hat 59 WM-Punkte Vorsprung auf Vettel

Geht es nach dem Briten, muss er seinen vierten Titel nicht - genauso wie den dritten vor zwei Jahren - in Austin klarmachen. „Mir ist nur wichtig, dass es passiert. Wann und wo, ist egal.“ Ein Erfolg vor seinen US-Fans würde Hamilton aber trotzdem viel bedeuten. „Ich will hier gewinnen. Auch wegen dem, was im Moment im Land passiert. Das hat Priorität für mich“, so der Brite, der bereits mehrmals als Kritiker von US-Präsident Trump aufgetreten ist.
Ob er sich allerdings der besonders im American Football derzeit weit verbreiteten Kniefall-Protestgeste vieler schwarzer Sportler bei der Hymne anschließt, weiß Hamilton noch nicht. „Diese Bewegung, die (Colin; d. Red.) Kaepernick gestartet hat, ist fabelhaft und ich habe großen Respekt dafür, unterstütze sie auch. Im Moment liegt mein Fokus aber nur auf dem Sieg. Über alles andere habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, deswegen habe ich auch keine Pläne irgendwas zu machen.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.