Formel 1: Hamilton kann Sieg kaum glauben
Bottas: „Jetzt helfen nur zehn Bier“

Während Mercedes Valtteri Bottas trösten muss, gewinnt Lewis Hamilton mit viel Glück in Baku. Aber: Wo war der Brite direkt nach dem Rennen?
- Frederik Hackbarth
Selbst zu seiner eigenen Siegerehrung kommt Lewis Hamilton in Baku zu spät. Das passt ins Bild an einem „seltsamen“ Wochenende für den Weltmeister, wie Hamilton es selbst nennt. Doch der wahre Grund, warum Fans und Fahrerkollegen am Sonntag auf den Briten warten müssen, ist ein anderer: Hamilton sprintet direkt aus seinem Auto in die Teamkatakomben von Mercedes, sucht Teamkollege Valtteri Bottas - dem war kurz zuvor in Führung liegend der Reifen geplatzt.

Kurzes Abklatschen - danach sprintet Hamilton los...
Weil die Gegner aber im Pech sind - Sebastian Vettel wird schon vor Bottas' Reifenpanne vom Safety-Car kalt erwischt, verbremst sich dann auch noch - darf Hamilton trotzdem feiern und übernimmt sogar die WM-Führung.

Glücklich: Hamilton profitiert vom Pech anderer
„Wir hätten auch bei einem normalen Rennverlauf eine kleine Siegchance gehabt“, glaubt Toto Wolff. „Die Lücke für Sebastian wurde immer kleiner und wir wären beim Stopp so oder so auf ultraweiche Reifen gegangen. Das haben wir heute morgen im Strategiemeeting schon festgelegt.“

Beim letzten Re-Start war Hamilton nur Dritter...
Valtteri Bottas indes versteckt sich nach dem Rennen hinter einer großen schwarzen Sonnenbrille, verliert aber wenigstens nicht seinen Humor: „Es ist schwer, Worte zu finden. Jeder hat gesehen, was passiert ist. Ich glaube mir helfen jetzt nur noch zehn Bier.“

Der größte Pechvogel in Baku: Reifenpanne bei Bottas
Mercedes-F1-Ausichtsrat Niki Lauda lässt dagegen Dampf ab. Er macht die Streckenposten für den verlorenen Doppelsieg der Silberpfeile verantwortlich und poltert: „Warum wurde die Strecke da nicht gesäubert? Wir hatten eine halbe Ewigkeit Safety-Car. Da war genug Zeit. Sehr ärgerlich für uns.“
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