Formel 1: Hamilton motzt über Vettel
Hamilton forderte Strafe gegen Vettel

Neuer Zoff zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel. Der Brite hält dem Ferrari-Star in Baku einen Regelbruch vor - und kündigt Revanche an!
- Frederik Hackbarth
- Bianca Garloff
Der WM-Kampf wird immer mehr zum Duell Sebastian Vettel gegen Lewis Hamilton. Deshalb spitzt sich der Zweikampf nun auch verbal immer weiter zu. Nach dem Rennen in Aserbaidschan gibt's neuen Zoff zwischen den zwei Rivalen. Der Auslöser: Wie schon 2017 ist man sich über das Verhalten beim Re-Start hinter dem Safety-Car nicht einig. Doch diesmal ist Hamilton der Ankläger.
Der Brite motzt über Vettels ständige Tempowechsel. „Wenn das Safety-Car reinkommt, darfst du nicht mehr dauernd Gas geben und wieder bremsen", sagt er. „Du darfst den Hintermann nicht verarschen, weil du ihn sonst komplett überraschen würdest. Ja, du darfst Zickzack fahren, aber nicht mehr die ganze Zeit abrupt das Tempo verändern. Sebastian hat das heute in etwa viermal gemacht! Auch beim Re-Start in Melbourne hat er sich schon so verhalten, da bin ich ihm fast hinten reingefahren.“

Hamilton beschwert sich über Vettels Re-Start-Aktion
Auch wenn Artikel 39.13 im sportlichen Reglement Hamiltons These stützt und besagt, dass nach dem Ausgehen der Lichter am Safety-Car nicht mehr wahllos beschleunigt und verzögert werden darf, erteilt Renndirektor Charlie Whiting der Kritik eine Absage: „Ich finde, Seb hat das gut kontrolliert. Es gab zwar eine Beschwerde von Lewis, aber solange niemand etwas Gefährliches anstellt, haben wir kein Problem damit. Und Seb hatte alles gut im Griff.“

Sogar der Vettel-Finger bringt Hamilton auf die Palme
Seitdem ist das Verhältnis vergiftet. Deshalb schickte Hamilton schon auf dem Podium die nächste Spitze in Richtung Vettel und seinen Siegesfinger bei dessen glücklichem Triumph in Australien. Hamilton durch die Blume: „Es gibt Fahrer, die können sich über einen Sieg freuen, ob sie in verdient haben oder nicht. Die strecken dann ihren Finger in die Luft. Das hätte ich auch machen können. Aber ich verdiene mir einen Sieg lieber, weil ich besser als ein anderer war.“
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