Formel 1: Wolff vs. Horner

Formel 1: Hamilton oder Verstappen?

Mercedes und Red Bull zoffen um besten Fahrer

Red Bull-Teamchef Christian Horner und Mercedes-Mann Toto Wolff streiten sich um den besten Fahrer im Feld. Dass Max Verstappen schon jetzt besser sein soll als Lewis Hamilton, will Wolff nicht so stehen lassen
Zwei Alphatiere sind einer zu viel: Sie beäugen sich und versuchen jede Schwäche des anderen auszunutzen. Fest steht: Auch wenn sie in der Öffentlichkeit versuchen nett zueinander zu sein – hinter den Kulissen trehten sie sich gegen ihr Schienbein. Wenn Stiere und Wölfe aufeinander losgehen.
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Freunde werden die beiden in diesem Leben jedenfalls nicht mehr. Die Rede ist von Mercedes-Teamchef Toto Wolff und Red-Bull-Kollege Christian Horner. Der Brite und der Österreicher stehen den beiden besten Teams der Formel 1 vor. Zusammen haben sie in den letzten elf Jahren elf WM-Titel geholt. Christian Horner durfte von 2010 bis 2013 den Konstrukteurs-Pokal mit in die Red Bull-Fabrik nach Milton Keynes nehmen. Wolff zeichnet für die Mercedes-Weltmeisterschaften von 2014 bis 2020 verantwortlich.
2021 werden beide erneut die größten Konkurrenten um die WM-Krone sein. Verbal hat die Meisterschaft dabei für beide längst begonnen. Den Fehdehandschuh warf in diesem Fall Red Bull-Mann Horner. Hintergrund: Der Brite glaubt, dass er mit Max Verstappen den besten Fahrer im Feld hat – und macht das an George Russell fest.

Toto Wolff und Christian Horner

©Red Bull Content Pool

Der Williams-Pilot ersetzte den siebenmaligen Weltmeister Lewis Hamilton bei dessen Corona-Infektion in Sakhir 2020 und hätte beinahe sogar den Sieg geholt, wenn ihn nicht ein verpatzter Boxenstopp und ein Plattfuß aufgehalten hätten. Horner schlussfolgert daraus bei RacingNews365: „Bei Mercedes kann sich ein Williams-Fahrer direkt in der ersten Reihe qualifizieren, Russell hätte das Rennen fast gewonnen. Aber wenn bei Red Bull jemand in Verstappens Auto einsteigen muss, dann wird niemand sein Niveau erreichen.“
Ein Kreuzvergleich, der hinkt – der aber trotzdem einen wahren Kern hat. Und der Wolff zum Gegenangriff herausfordert.
Der gerade mit dem Corona-Virus infizierte Wiener jedenfalls will das nicht auf Hamilton sitzen lassen. „Christian kann mit den Sticheleien im Hintergrund nicht aufhören, aber das ist Teil des Spiels“, kontert der Österreicher am Rande des Skirennens in Kitzbügel im ORF. Wolff, der zuletzt symptomfrei mit dem Corona-Virus infiziert war und deshalb in Selbstisolation gehen musste, weiter: „Man kann die besten Fahrer in der Startaufstellung nur beurteilen, wenn man sie gegeneinander fahren lässt. Wir haben Lewis nicht gegen Max gesehen, wir haben George nicht gegen Lewis gesehen, wir haben Charles Leclerc nicht in einem Top-Auto gesehen. Aber die Zukunft gehört den jungen Fahrern und irgendwann werden sie alle mit dem gleichen Material gegeneinander antreten und dann werden wir sehen, wer der Beste ist.“
Auch dass Russell Hamilton schon 2021 bei Mercedes ablösen könnte, verweist Wolff indes ins Reich der Fabel. Der Vertrag mit Lewis Hamilton sei auf einem guten Weg. Wolff: „Es geht um Details, die Anwälte sind heftig am Arbeiten. Spätestens vor Bahrain müssen wir dann einmal irgendwann etwas unterschreiben. Aber wir machen es den Anwälten nicht gerade einfach. Wir argumentieren über Zoom und werfen ihnen dann neue Bälle zu. So läuft das nun mal mit Verhandlungen. Man kommt aus verschiedenen Ecken und nähert sich einander an.“ Der Österreicher scherzhaft: „Ich habe ihm schon damit gedroht, dass ich mich ins Auto setze.“
Mit der möglichen Alternative George Russell habe man Hamilton jedenfalls nie gedroht, dementiert Wolff entsprechende Berichte englischer Medien, die auch ABMS zu Ohren gekommen waren. „Wir haben die Karte Russell nie ausgespielt. Bei unserer langjährigen Partnerschaft geht es nicht darum, dass man irgendwelche Drohgebärden an den Tag legt. Russell hat damals seine Arbeit hervorragend gemacht, und ich bin überzeugt davon, dass er eines Tages in einem Top-Auto sitzen wird.“
Zunächst aber werde man gemeinsam mit Hamilton die „Füllfeder zücken“. Damit das Duell gegen Verstappen und Red Bull erneut erfolgreich ausgeht.

Fotos: Red Bull Content Pool

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