Formel 1: Hamilton sagt Danke
Wolff hat Mitleid mit Ferrari

Unerwarteter Sieg für Mercedes in Singapur: Weil sich Ferrari am Start selbst im Weg steht, macht Lewis Hamilton einen großen Schritt in der WM.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
So eine erste Runde beim Singapur GP hätte sich Lewis Hamilton nicht einmal in seinen kühnsten Träumen ausmalen können: „Es war völlig verrückt. Alle vor mir sind einfach so verschwunden! Erst habe ich gesehen, wie sich Kimi (Räikkönen; d. Red) und Max (Verstappen) berühren. Ich war außen, habe mega-spät gebremst und eine ganz weite Linie in Turn eins genommen, weil ich wusste: Die Jungs kommen nochmal zurückgeschossen! Zum Glück ist Kimi erst hinter mir eingeschlagen.“

Hamilton mit Teamkollege Bottas, der Dritter wurde
Hamilton profitiert dabei vom Schauer, der pünktlich vor dem Start einsetzt. "Ich wusste", sagt er, "was ich heute brauche, ist Regen. Als der kam, war mir klar, dass ich auch von Platz fünf aus gewinnen kann. Das sind meine Bedingungen, da habe ich die Pace. Ich liebe das.“ Red Bulls Daniel Ricciardo, am Freitag noch eine Sekunde schneller als die Mercedes, sah im Rennen kein Land gegen Hamilton.

Jubel im Ziel: Der Vorsprung beträgt jetzt 28 Punkte
Auch Silberpfeil-Sportchef Toto Wolff jubelt: „Das ist Motorsport: Beim Aufstehen heute haben wir uns gedacht, dass es nur um Schadensbegrenzung geht. Zwölf Stunden später stehen wir hier mit den Pokalen für Platz eins und drei. Und mit einem massiven Schritt in der WM.“

Im Rennen war Red Bull chancenlos gegen Mercedes
Was Mercedes allerdings entgegenkommt: Weil das Team davon ausging, in Singapur hinterherzufahren, setzte man alte Motoren ein, schonte so das Material. Hamilton fuhr mit dem Aggregat aus Spanien, Bottas mit dem aus Monaco. Wolff gibt aber auch zu bedenken: „So läuft es sicher nicht immer: Mexiko und Abu Dhabi werden zum Beispiel auch noch schwer für uns. Der Titelkampf ist noch lange nicht vorbei.“
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