Werden die neuen Autos seine Rettung? Lewis Hamilton klang nach den ersten Testfahrten der neuen Formel-1-Generation fast erleichtert. Der Rekordweltmeister hatte in den vergangenen vier Jahren kein Geheimnis daraus gemacht, wie wenig ihm die Ground-Effect-Autos lagen.
Hintergrund: Ab 2022 kamen die Rennwagen mit extremem Sogeffekt durch den Unterboden in der Königsklasse zum Einsatz. Nach dem Geschmack des siebenmaligen Champions waren sie indes nicht. Die Autos untersteuerten stark, waren schwer, träge und brachen im Grenzbereich oft abrupt aus. Hamilton hatte gegenüber seinen Teamkollegen regelmäßig das Nachsehen und ließ zum Ende der Ära durchblicken, dass er diese Fahrzeug-Generation „nicht vermissen“ werde.

Hamilton über neue Autos: Rutschen mehr

Nach dem ersten großen Test der 2026er-Autos in Barcelona hört sich das nun anders an. „Diese Auto-Generation zu fahren, macht tatsächlich etwas mehr Spaß“, betont der siebenmalige Champion nach seiner Wochen-Bestzeit im neuen Ferrari. Besonders das veränderte Fahrverhalten gefalle ihm: „Es übersteuert mehr, es ist instabiler, rutscht mehr, aber es ist einfacher abzufangen.“ Genau das Gegenteil der alten Ground-Effect-Renner, die Fehler kaum verziehen.
Mit dem neuen Reglement bekommt Lewis Hamilton genau das zurück, was ihm fehlte: ein Auto, das sich aktiver fahren lässt.
Bild: Ferrari
Dass er mit diesen Autos besser zurechtkommt, überrascht Kenner kaum. Der Brite wuchs fahrerisch mit den leichten, agilen Rennwagen der 2000er-Jahre auf. Auch jetzt sind die Autos wieder leichter, haben weniger Abtrieb und reagieren direkter auf Fahrerinputs.
Zur Erinnerung: Schon 2024 hatte Hamilton kurzzeitig Aufwind gespürt, als flexiblere Flügel die Balance verbesserten. Umso schärfer kritisierte er das erneute Verbot der Flexi-Wings für 2025. Mit dem neuen Reglement bekommt er nun genau das zurück, was ihm jahrelang fehlte: ein Auto, das sich aktiver fahren lässt.