Formel 1: Die besten Bilder aus Brasilien 2019

Formel 1: Hamilton toppt Abschlusstraining

Mercedes experimentiert mit kalten Reifen

Hochspannung in Sao Paulo: Mercedes hat Angst vor Ferraris Topspeed - können die Silberpfeile die Pole mit unkonventioneller Methode erzwingen?
Weltmeister Lewis Hamilton startet mit einer Bestzeit in den Sao-Paulo-Samstag. Der Brite erzielt im Abschlusstraining zum Brasilien GP in 1:08.320 Minuten die schnellste Runde vor Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Der Holländer hat nur 0,026 Sekunden Rückstand und glänzt vor allem im kurvigen Mittelsektor.
Die Freitags-Dominatoren von Ferrari kommen nur auf die Plätze drei und vier: Charles Leclerc liegt mit 0,291 Sekunden Rückstand zur Spitze ein halbes Zehntel vor Teamkollege Sebastian Vettel. Sky-Experte Paul di Resta gibt aber zu bedenken: "Das ist Leclercs neuer Motor hier mindestens wert." Der Monegasse startet dafür mit einer Hypothek von zehn Strafplätzen ins Rennen.
Nicht mit den Top-4 mithalten können die zweiten Piloten von Red Bull und Mercedes: Alex Albon und Valtteri Bottas haben über acht Zehntel Rückstand im Warmfahren fürs Qualifying.

Leclerc hat nach Strafe keine Chance auf die Pole

Warmfahren ist in Interlagos auch das Stichwort für die Reifen. Die Top-Teams setzen bei ihrer Vorbereitung der schnellen Runden auf unterschiedliche Strategien. Mercedes nimmt bei Hamilton die Heizdecken schon drei Minuten vor Verlassen der Box von den Reifen, bläst die Pneus zudem mit kalter Luft an.
Bei Teamkollege Bottas werden nur die hinteren Heizdecken abgenommen, die Reifen dort sogar mit eisgekühlter Luft angepustet. Hintergrund: Mercedes versucht, das zu frühe Überhitzen der Pneus für einen schnellen Umlauf zu verhindern und so zu Beginn der fliegenden Runde im optimalen Fenster für Luftdruck, Grip und Temperatur zu liegen.
Bei Ferrari, die ihre schnellen Runs etwas früher in der Session als Mercedes drehen, bleiben die Heizdecken indes bis zur letzten Sekunde vor Verlassen der Box drauf. Vettel testet auf der Strecke dafür noch eine andere Taktik, informiert seine Box am Funk darüber: "Ich probiere es mal mit zwei Runden zur Kühlung", funkt er.
Experte Di Resta urteilt mit Sessionende: "Mercedes sieht stark aus: sie versuchen alles, um hier doch noch die Pole zu kriegen. Die beste Rennpace haben sie sowieso, aber sie wollen natürlich auch gerne die beste Startposition, um die Pace morgen wirklich umzusetzen." Will heißen: Hängen die Silberpfeile erstmal hinter Vettel, könnte ein Vorbeikommen wegen der starken Höchstgeschwindigkeit des Ferrari schwer werden...

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / F1 TV

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