Formel 1: Die besten Bilder aus Brasilien 2019

Formel 1: Hamilton verliert dritten Platz

Sainz feiert nachträglich erstes Podium

Erstes Podium in der Formel 1 für Carlos Sainz! Der McLaren-Pilot profitiert von Strafe gegen Lewis Hamilton. McLarens deutscher Teamchef jubelt.
Diese Attacke des Weltmeisters hatte viele Folgen: Lewis Hamilton dreht beim Brasilien GP zwei Runden vor Schluss Red-Bull-Pilot Alex Albon um. Der Thailänder wird damit um sein erstes Formel-1-Podium gebracht. Zwei andere Fahrer dürfen dafür erstmals in ihre Karriere aufs Treppchen: Pierre Gasly und später am Abend auch Carlos Sainz!
Der McLaren-Fahrer erbt Rang drei von Hamilton, denn der Brite wird von den Stewards wegen der Albon-Aktion mit einer Fünf-Sekunden-Strafe auf den siebten Rang zurückversetzt. Unglaublich: gestartet war Sainz vom 20. und letzten Startplatz! Hinter dem Spanier rücken auch die Alfa-Romeo-Piloten Kimi Räikkönen, Antonio Giovinazzi und Renault-Star Daniel Ricciardo auf.

"Podium! Ein bisschen verrückt, nicht nach dem Rennen dort zu stehen, aber ich bin extrem happy. Das Rennen heute war einfach unglaublich. Unsere Einstopp-Strategie war schwierig, hat sich aber ausgezahlt. Glückwunsch ans ganze Team", twittert der überglückliche Sainz nach der Entscheidung.
Für den Spanier ist es der erste Podestplatz im 101. Rennen seiner F1-Laufbahn, für McLaren der erste seit dem Auftaktrennen 2014 in Australien. McLarens deutscher Teamchef Andreas Seidel, der das Team nach Jahres des Niedergangs diese Saison wieder in die Spur geführt hat, jubelt: "Eine tolle Leistung und Belohnung für unsere harte Arbeit. Aber auch eine Motivation, dass wir in Zukunft so weitermachen und es dann aus eigener Kraft hierher schaffen."

Sainz und McLaren-Teamchef Seidel feiern das Podium

Kurios: Auch Sainz muss nach der Hamilton-Strafe noch ums Podium zittern, gegen ihn und andere Fahrer wird wegen unerlaubten DRS-Einsatzes unter gelber Flagge ermittelt. Am Ende aber gibt es keine Sanktionen und der Spanier und sein Team dürfen auf dem Podest nachfeiern!
Der bestrafte Hamilton indes hatte seine Rückversetzung schon in der Pressekonferenz nach dem Rennen kommen sehen. Hamilton: "Ich übernehme die volle Verantwortung. Ich kam von hinten und habe ihn berührt, nicht andersrum. Ich hebe die Hand und entschuldige mich bei Alex."
Das half dem Weltmeister allerdings auch nichts. In ihrer Urteilsbegründung stellten die Stewards fest, dass Hamilton "die Hauptschuld" an dem Unfall trug. "Auto Nummer 23 (Albon, d. Red.) war auf seiner normalen Rennlinie, Auto Nummer 44 (Hamilton; d. Red.) versuchte innen zu überholen, kam aber nicht weit genug daneben."
Es gibt allerdings auch Kritik an Albon. Ex-Weltmeister Damon Hill sagt nach dem Rennen: "Alex müsste man auch eine Strafe dafür geben, dass er da so weit die Türe offen lässt. Das kannst du gegen einen sechsfachen Weltmeister wie Lewis nicht machen, für den ist das eine Einladung. Er hätte sich einfach schon am Kurveneingang mehr verteidigen müssen."
Die Szene hier im Video:

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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