Formel 1: Vettel versus Hamilton

Formel 1: Hamilton warnt seine Gegner

Wolff: Bottas hat „keine Ausreden mehr“

Lewis Hamilton setzt seine Gegner schon vor dem Saisonstart unter Druck - mit einer ungewöhnlichen Ansage: Er will einen starken Bottas und Vettel.
Drei Tage lang kommt Lewis Hamilton im kalten Barcelona bei Regen und Schnee wenig bis gar nicht zum Fahren. Am Donnerstag präsentiert sich der Brite zum Abschluss der Testwoche dann aber gut gelaunt neben und schnell auf der Strecke: 1:19,333 Min. - Bestzeit, eine halbe Sekunde vor Stoffel Vandoorne und neun Zehntel vor Sebastian Vettel - trotz vermeintlich langsamerer Reifen als die Konkurrenz.
Anschließend stellt sich Hamilton der Presse, wirkt dabei locker und selbstsicher. "Bislang läuft alles gut, das erste Gefühl ist positiv", lächelt der Weltmeister zufrieden. "Nach dem ganzen Pech mit dem Wetter war ich heiß aufs Fahren. Ich bin normal ja kein großer Fan von Testfahrten, aber heute konnte ich es kaum erwarten."

Visier runter: Hamilton ist schon wieder hungrig...

Was Hamilton entgegenkommt: Den undankbareren Job, bei erneut durchwachsenen Bedingungen am Vormittag zu fahren, übernimmt Teamkollege Valtteri Bottas. Hamilton greift erst am Nachmittag ein - und kommt bei besserem Wetter noch auf 69 Runden.
Stichwort Bottas: Vom Finnen erwartet sich Hamilton in dessen zweiter Saison bei Mercedes nicht mehr Gegenwehr als bisher. "Das würde ich aber über jeden sagen und hat nichts mit Valtteri zu tun. Er hat die letzten Rennen einen super Eindruck hinterlassen, ich erwarte ihn in Top-Form. Aber das bin ich auch."
Mercedes-Sportchef Toto Wolff stellt indes klar, dass er von Bottas dieses Jahr erwartet, Hamilton anzugreifen. "Das muss er tun. Wenn er sich steigern kann und Lewis herausfordern, hat er seinen Platz unter den größten Fahrern der Formel 1 sicher. Aber wenn nicht, dann wird er das merken. Es gibt keine Ausreden mehr", so Wolff zu espn.

Der Weltmeister gilt erneut als Top-Favorit für 2018

Hamilton indes betont, er sei sogar froh, wenn seine Gegner stark sind. "Je größer und stärker die Konkurrenz, desto besser ist das Gefühl, wenn man am Ende siegt", sagt der Weltmeister und konkretisiert: "Ich möchte nicht, dass meine Gegner Probleme haben, von denen ich profitieren kann. Ich möchte sie in ihrer Bestform schlagen, zeigen, dass ich noch ein Quäntchen besser bin. Dann ist die Niederlage für sie noch schmerzhafter."
An wen der Brite da wohl gedacht hat? Sebastian Vettel kann es jedenfalls nicht sein, betont Hamilton doch, sich im Winter so sehr auf seine eigenen Aufgaben und die von Mercedes zu konzentrieren, dass er keinen Blick für das Drumherum hat. "Ich könnte jetzt nicht mal sagen, wie genau die Lackierung des neuen Ferrari aussieht. Aber ich glaube, er ist rot", grinst Hamilton.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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