Formel 1 - Hintergrund
Mercedes: Wie Ron Dennis Ross Brawn hilft

McLaren-Mann und Ex-Teamchef Ron Dennis hat Mercedes derart provoziert, dass die Stuttgarter ihre Anteile am McLaren-Rennstall abtreten wollen. Stattdessen planen sie einen Einstieg bei Brawn GP.
Aus dem Teddybär wurde Big Ben. Sein Spitzname bei Ferrari hat Ross Brawn nie wirklich gefallen. "Big Ben ist viel besser", sagt der Teamchef schmunzelnt. "Cool, calm and collected" nennen Engländer Menschen, die selbst dann noch unaufgeregt bleiben, wenn Blitze links und rechts neben ihnen einschlagen. Kühl, ruhig und aufgeräumt. "Big Ben" Brawn wirkt in der Tat wie der Turm in der Schlacht. Selbst als er die Nachricht von der Rückversetzung seiner beiden Piloten Jenson Button und Rubens Barrichello in Suzuka erhielt, blieb er gelassen: "Sie sind eben bei Gelb nicht vom Gas gegangen. Beide." Folge: Startplätze zurück, Chancen auf den Sieg geschrumpft. Schlimmer noch: Red Bull-Pilot Sebastian Vettel ist nach seinem Sieg wieder dran an Brawns Titelkandidaten Jenson Button und Rubens Barrichello.
"Was McLaren passiert ist, würde Ross nicht passieren"

Ron Dennis provoziert Mercedes

Bild: Werk
Mercedes will McLaren verlassen
Und zwar so: Die Stuttgarter denken darüber nach, ihre 40 Prozent Anteile am McLaren-Rennstall zu verkaufen. "Dann," so wird autobildmotorsport.de inoffiziell bestätigt, "würde sich an der Vertragssituation alles ändern." Soll heißen: Mercedes wäre nicht mehr verpflichtet, McLaren kostenlos mit Motoren zu beliefern. Sie müssten nicht mehr die Hälfte der Fahrergehälter bezahlen. Man könnte ohne Veto der McLaren-Anteilseigner Triebwerke an Sebastian Vettels Red-Bull-Team liefern. Und nicht zuletzt schon zwei Jahre früher als geplant Ross Brawn zum alleinigen "Silberpfeil"-Team machen. Folge: Für wesentlich weniger Geld hätte Mercedes mehr Präsenz und Reputation.
Ross Brawns aussichtsreiche Zukunft

Bild: www.xpb.cc
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