Wieder nur Platz 14 im Ungarn-GP: Nico Hülkenberg fordert mehr von seinem Haas-Team. Steilvorlage für Ralf Schumacher
Nico Hülkenberg hat langsam genug vom Hinterherfahren. Am Samstag noch Neunter fiel der Emmericher im Großen Preis von Sonntag mit stark abbauenden Reifen erneut bis auf Rang 14 zurück.
„Wenn ich ehrlich bin, dann ist es nach unseren Erwartungen gelaufen“, bilanziert Hülkenberg. „Es war natürlich der Reifenabbau, der sich ziemlich hoch anfühlte.“ Ein Problem, das sich durch die Saison zieht. Samstag noch hui, Sonntag pfui!
Das ist als Fahrer sehr frustrierend, aber man tut, was man kann“, ist der „Hulk“ ehrlich. „Das war heute das höchste der Gefühle. Sobald wir anfangen zu pushen, fängt das Auto an zu rutschen und wir zerstören unsere Reifen.“

Hülkenberg-Ansage an Haas

Wieder nur Platz 14 im Ungarn-GP: Nico Hülkenberg fordert mehr von seinem Haas-Team.
Bild: LAT / Haas

Das mag der Deutsche offenbar nicht länger akzeptieren. Er setzt Haas erstmals öffentlich unter Druck. „Wir brauchen so eine Geschichte wie bei McLaren, die haben es vorgemacht“, sagt er zu Sky. „Am Anfang der Saison in Saudi-Arabien waren sie noch hinter uns und haben es dann komplett rumgerissen. Sie haben eigentlich ein B-Auto gebracht. Das ist ziemlich beeindruckend und muss unser Vorbild sein.“
Dass das kein verbaler Ausrutscher in Richtung seines Teams ist, zeigt die nächste Aussage. „Die Ingenieure und Aerodynamiker sind in der Pflicht, etwas zu finden und zu machen“, legt der Deutsche den Finger in die Haas-Wunde.

Ralf Schumacher greift Steiner an

Für Sky-Experte Ralf Schumacher ist die Ansage ein gefundenes Fressen. Er musste 2022 mit ansehen, wie Haas-Teamchef Günther Steiner seinen Neffen Mick Schumacher unter Dauerdruck setzte. Jetzt gibt Hülkenberg ihm die Steilvorlage zum Konter: „Es wäre einfach gut, wenn der Teamchef den Anspruch, den er an andere stellt, auch an sich selber und an das Team stellt“, konstatiert Schumacher.
Und er stützt Hülkenberg: „Eins ist klar: die Fahrer, speziell ein Fahrer, machen es super im Qualifying, aber das Auto erfüllt einfach nicht, was es erfüllen soll. Man kann auch nicht alles darauf schieben, dass es ein kleines Team ist – man ist schließlich in der Formel 1 und man will sich verbessern. Da ist großes Potenzial.“
Insbesondere im Cockpit…