Formel 1: Hülkenberg mit Husarenritt gegen Mercedes
Audi-Star ringt Mercedes nieder

Nico Hülkenberg fährt beim Großen Preis von Singapur auf Platz acht und hält sogar einen Mercedes hinter sich.
Bild: Audi
Nico Hülkenberg hat in Singapur gleich doppelt Grund zum Feiern! Der Audi-Pilot bringt nach einem hart erkämpften Rennen Platz acht ins Ziel und gewinnt damit auch das teaminterne WM-Duell gegen Gabriel Bortoleto – zumindest vorerst.
Besonders bemerkenswert: Hülkenberg hält über weite Strecken George Russell hinter sich. Der Mercedes-Pilot war von weit hinten gestartet, findet am Deutschen aber keinen Weg vorbei. Während Russell nur Neunter wird, sammelt Hülkenberg vier wertvolle WM-Punkte.
Zusammen mit seinen beiden Sprint-Zählern macht das sechs Punkte an einem Wochenende. Damit zieht der Deutsche in der Fahrerwertung mit 13 zu 10 Punkten an Bortoleto vorbei und verbessert sich auf WM-Rang 14. Für Audi ist es bereits das siebte Punkteresultat in einem Grand Prix.
Hülkenberg scherzt über wilden Ritt
Ganz ohne Schreckmoment geht es allerdings nicht. Einmal gerät Hülkenberg beim Herausbeschleunigen auf einen Randstein und erlebt einen kurzen Ausritt.

Nico Hülkenberg fährt beim Großen Preis von Singapur auf Platz acht und hält sogar einen Mercedes hinter sich.
Bild: Audi
„Das war ein bisschen Tony Hawk, mal die Limits ausgetestet“, scherzt der 39-Jährige anschließend in Anspielung auf die Skateboard-Legende.
Dass er überhaupt von Startplatz zehn ins Rennen gehen durfte, war am Samstag noch nicht selbstverständlich. Nach einer Untersuchung durch die Rennkommissare stand eine Strafe im Raum. Hülkenberg und Audi legten ihre Sicht der Dinge dar – mit Erfolg.
„Als ich gehört habe, dass sie darüber nachdenken, eine Strafe auszusprechen, mussten wir noch einmal zurückgehen und die Sache wirklich glasklar darstellen“, erklärt Hülkenberg.
Audi-Motor verliert bei Hitze Leistung
Trotz Platz acht bleibt bei Audi ein Problem ungelöst: Die Power-Unit verliert bei hohen Temperaturen offenbar Leistung. Schon in Malaysia hatte das Team darunter gelitten. In Singapur fiel das Problem weniger ins Gewicht, weil der Stadtkurs weniger Motorleistung verlangt.
„Ich denke, wir sehen das Problem immer noch und leiden weiterhin darunter. Es ist nicht ideal“, sagt Hülkenberg. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht: „Das ist allerdings eher ein langfristiges Thema.“
Hinzu kommt ein Getriebedefekt bei Teamkollege Gabriel Bortoleto, der bereits in Runde acht aufgeben muss.
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