Was war da los bei Nico Hülkenberg? Der Deutsche schien nach einem vielversprechenden Training auf Kurs – und fand sich am Ende doch nur auf dem vorletzten Startplatz wieder. Ein herber Rückschlag, den selbst der Routinier nicht erklären kann.

Hülkenberg: Plötzlich anderes Auto

„Gestern ohne das erste freie Training lief es wirklich gut. Ich stieg in das Auto und alles lief wirklich gut. Von Anfang an“, schildert der Emmericher. „Auch heute Morgen war ich zuversichtlich. Doch in Q1 hatte ich plötzlich ein ganz anderes Auto, mit einer ganz anderen Balance. Es war eine extreme Veränderung. Ich weiß nicht, was passiert ist.“
Während Bortoleto von einem besseren Gefühl im Auto sprach, wirkte Hülkenbergs Rennwagen wie ausgewechselt.
Bild: Guido De Bortoli/LAT Images/Sauber
Er habe keinen Fahrfehler gemacht, betont Hülkenberg. Das Vertrauen ins Auto war einfach weg. Und genau das kostete ihn den Einzug ins zweite Quali-Segment – und jede Chance auf ein gutes Ergebnis im Rennen.

Rookie Bortoleto überzeugt – trotz Nachtschicht

Ganz anders verlief das Qualifying beim zweiten Sauber-Piloten. Gabriel Bortoleto drehte den Spieß komplett um. Der Formel-2-Aufsteiger katapultierte sich in die Top 10 und startet am Sonntag sensationell von Platz sieben – noch vor Red-Bull-Star Max Verstappen.
Gabriel Bortoleto katapultierte sich in die Top 10 und startet am Sonntag sensationell von Platz sieben.
Bild: Simon Galloway/LAT Images/Sauber
„Ich bin sehr, sehr happy“, strahlt der Youngster. Dabei war sein Wochenende holprig gestartet: „Ich hatte anfangs ein schlechtes Gefühl. Aber wir haben die Sperrstunde gebrochen, um Dinge am Auto zu reparieren und uns intensiv mit den Aufgaben für heute zu beschäftigen. Und das hat sich ausgezahlt.“
Die große Frage bei Sauber: Wie konnte es zu dieser Leistungsdiskrepanz kommen?
Während Bortoleto von einem besseren Gefühl im Auto sprach, wirkte Hülkenbergs Rennwagen wie ausgewechselt – im negativen Sinne. Eine Erklärung gibt es bislang nicht.
Für Hülkenberg bleibt nur die Hoffnung auf eine Strategie-Offensive im Rennen. Für Bortoleto hingegen bietet sich die Chance, mit einem Top-Ergebnis auf sich aufmerksam zu machen.