Nächste Machtdemonstration von Mercedes beim Großen Preis von China: George Russell sichert sich im Sprint-Qualifying auf dem Shanghai International Circuit die Pole-Position und führt einen Doppelerfolg der Silberpfeile an. Hinter dem WM-Leader startet Teamkollege Kimi Antonelli von Rang zwei. Für Red Bull entwickelt sich der Freitag dagegen zum echten Albtraum.

Mercedes setzt das Tempo

Russell dreht seine schnellste Runde in 1:31,520 Minuten und bleibt damit nur rund sieben Zehntel über der Sprint-Pole aus dem Vorjahr. „Das Auto hat sich fantastisch angefühlt, der Motor lief perfekt“, sagt der Brite. „Es hat wirklich Spaß gemacht, hier zu fahren.“
Die Silberpfeile dominieren das Sprint-Qualifying in Shanghai.
Bild: Mercedes
Auch Antonelli zeigt sich zufrieden, obwohl seine Runde nicht ganz sauber war: „Ich habe nicht alles perfekt zusammengebracht, aber es sieht gut aus für morgen“, sagt der Italiener. Mercedes-Teamchef Toto Wolff bewertet die Session ebenfalls positiv: „Wir haben einen gesunden Abstand zur Konkurrenz. Wenn wir das so fortsetzen, wäre das natürlich sehr erfreulich.“ Vieles erinnert derzeit an die dominante Mercedes-Phase der vergangenen Jahre.

McLaren und Ferrari ohne Chance

Ein Blick auf die Zeitenliste zeigt, wie groß der Vorsprung tatsächlich ist. Weltmeister Lando Norris stellt seinen McLaren zwar auf Rang drei, verliert aber bereits 0,621 Sekunden auf Russell. „Das sieht sehr spielerisch aus bei Mercedes“, stellt auch Sky-Kommentator Sascha Roos fest.
Dahinter folgen Lewis Hamilton im Ferrari auf Platz vier sowie Oscar Piastri im zweiten McLaren. Ferraris zweites Auto mit Charles Leclerc startet von Rang sechs.

Red Bull erlebt bitteren Freitag

Für Max Verstappen wird das Sprint-Qualifying dagegen zum Debakel. Der Red-Bull-Star kommt nicht über Rang acht hinaus und verliert 1,734 Sekunden auf die Bestzeit. „Der ganze Tag war eine Katastrophe“, klagt Verstappen. „Kein Grip, keine Balance. In den Kurven sind wir komplett weg.“
Noch schlechter läuft es für Teamkollege Isack Hadjar: Er startet nur von Rang zehn und liegt bereits mehr als zwei Sekunden hinter Russell.

Hülkenberg im Audi knapp an den Top Ten vorbei

Der einzige deutsche Fahrer im Feld, Nico Hülkenberg, verpasst im Audi die Top Ten knapp und startet von Platz elf in den Sprint. Sein Teamkollege Gabriel Bortoleto wird 14.
Audi schaffte es nicht in den letzten Abschnitt der Sprint-Qualifikation.
Bild: Audi
„Ich hatte zeitweise keine Kommunikation mit der Box und musste vieles selbst managen“, erklärt Hülkenberg. „Das war nicht optimal. Aber insgesamt sind wir ordentlich im Mittelfeld dabei.“ Nach dem Technik-Aus auf dem Weg in die Startaufstellung in Melbourne wird der Deutsche damit im Sprint seinen ersten echten Start mit dem neuen Audi absolvieren.
Am Ende der Zeitenliste steht erneut Cadillac, noch hinter Aston Martin und Williams. Für Mercedes dagegen ist der Freitag in Shanghai ein nahezu perfekter Auftakt ins Sprint-Wochenende.