Die Bestzeit gehört Ferrari. Die Kampfansage kommt von Red Bull!
Charles Leclerc hat im zweiten freien Training der Formel 1 in Sepang in 1:37,528 Minuten die schnellste Runde gedreht. Isack Hadjar fehlen auf Platz zwei nur 0,099 Sekunden, McLaren-Star Lando Norris landet mit 0,137 Sekunden Rückstand auf Rang drei.
Doch interessanter als die ersten drei Plätze ist an diesem Freitag beinahe Rang vier. Denn Max Verstappen fährt seine schnellste Runde auf Medium-Reifen. Während Leclerc und Co. für ihre schnellen Runden die weicheren Pneus aufziehen, lässt Red Bull die Softs bei Verstappen komplett in der Garage. Trotzdem fehlen dem Niederländer gerade einmal 0,257 Sekunden.
Und das, obwohl Verstappen zwischenzeitlich wegen Problemen mit seinem Sitz länger an der Box steht.
Sepang bleibt ein gutes Pflaster für Max Verstappen. Nach der Bestzeit am Vormittag mischte er auch im zweiten Training ganz vorne mit.
Bild: Red Bull Content Pool
Schon am Vormittag hatte der viermalige Weltmeister gezeigt, wie gut ihm Sepang liegt: Verstappen war im ersten Training Schnellster.

Deshalb fährt Bahrain plötzlich in Malaysia

Dass die Formel 1 an diesem Wochenende überhaupt in Sepang unterwegs ist, hat einen ungewöhnlichen Grund. Offiziell handelt es sich nämlich nicht um den Großen Preis von Malaysia, sondern um den Bahrain Grand Prix in Malaysia.
Das ursprünglich für April geplante Rennen in Bahrain konnte wegen der Sicherheitslage und des Konflikts im Nahen Osten nicht stattfinden. Die Formel 1 verlegte den Grand Prix deshalb in den Oktober – und nach Malaysia.
So kommt Sepang unverhofft zu seinem Formel-1-Comeback. Zum ersten Mal seit 2017 fahren die Königsklasse-Boliden wieder auf der 5,543 Kilometer langen Strecke. Und ausgerechnet Verstappen gewann damals das bislang letzte Malaysia-Rennen.

Mercedes hält sich noch zurück

Mercedes landet mit George Russell und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli lediglich auf den Plätzen sieben und acht. Das muss allerdings noch kein schlechtes Zeichen sein.
Mercedes konzentrierte sich im Training vor allem auf die Abstimmung des neuen Technik-Pakets und verzichtete auf die Zeitenjagd.
Bild: Sam Bloxham/LAT Images
Die Silberpfeile beschäftigen sich intensiv mit ihrem neuen Technik-Paket und verzichten wie einige Konkurrenten auf eine klassische Qualifying-Simulation.
Ohnehin macht das Wetter die Vorbereitung schwierig: Regen droht, im zweiten Training bleibt es trotz hoher Regenwahrscheinlichkeit allerdings trocken. Stattdessen heizt sich der Asphalt auf mehr als 60 Grad auf.

Audi bleibt mit Defekt liegen

Bei Audi endet der Freitag dagegen mit einem Schreckmoment. Gabriel Bortoleto muss seinen R26 kurz vor Trainingsende zwischen den Kurven acht und neun abstellen. Offenbar gibt es ein technisches Problem am Auto des Brasilianers. Nico Hülkenberg beendet die Session auf Rang 13.
Bortoleto gerät zuvor außerdem mit Lewis Hamilton aneinander. Der Ferrari-Star befindet sich auf einer langsamen Runde und kommt dem herannahenden Audi in die Quere. Die Rennkommissare schauen sich die Szene anschließend genauer an.
Weiter geht’s am Samstagvormittag ab 9.30 Uhr mit dem Qualifying, live bei Sky.