Formel 1 in Spanien
Hamilton unbeliebt wie Schumi

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Lewis Hamilton kehrte auf die Teststrecke im spanischen Jerez zurück. Zwar blieb es diesmal ruhig an der Strecke, doch Hamilton droht eine ähnliche Abneignung in Spanien wie einst Michael Schumacher.
Die Rückkehr von Lewis Hamilton nach Spanien wurde höchst sensibel verfolgt. Der britische Sender BBC war seit dem frühen Dienstag an der Teststrecke in Jerez/Spanien und wartete darauf was passieren würde, wenn der Brite auf die Piste zurückkehrt, nur neun Tage, nachdem spanische Formel-1-Fans den 23 Jahre alten Engländer in Barcelona rassistisch verhöhnt hatten. 250 Zuschauer hatten sich auf der Tribüne eingefunden, als die Boliden zu weiteren Testfahrten auf die Strecke rollten. Der BBC-Kommentator David Croft meldete kurz darauf in die Heimat: "Sie zollen Hamilton den verdienten Respekt, sie sind gekommen, um die Autos zu sehen." Wenigstens keine weitere Eskalation in dem Fall, der seit Anfang vergangener Woche die Formel 1 beschäftigt. Mark Webber, Rennfahrerkollege in Diensten von Red Bull und einer der Direktoren der Formel-1-Fahrervertretung, sagte nun, Hintergrund der Schmähungen sei kein Rassismus, sondern der Fanatismus der spanischen Fans. "Sie sind total, total auf Fernando Alonso fokussiert." Und durch dessen teaminternen Kleinkrieg mit dem Kollegen im vergangenen Jahr bei McLaren-Mercedes ist Hamilton in Spanien zum nationalen Feindbild geworden.
Die Hautfarbe ist nur Mittel zum Zweck

Der Weltverbandschef betonte, man werde "alles tun, um diese Ausfälle zu unterbinden". Der Entzug eines Grands Prix sei aber nur das äußerste Mittel. Andere Austragungsorte wären leicht zu finden. Bernie Ecclestone will am Wochenende nach St. Petersburg reisen, um mit dem Gouverneur der Region über den Bau einer Formel-1-Strecke zu verhandeln. Sie könnte 2010 in den Kalender aufgenommen werden.
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