Formel 1: Insider sieht Red Bull im Unrecht
Müssen die FIA-Messwerte akzeptieren

Die Disqualifikation von Daniel Ricciardo in Australien ist auch in Malaysia noch Thema Nummer eins. Die Konkurrenz ist sich aber sicher: Red Bull ist im Unrecht.
Bild: Getty Images
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Tag eins im Fahrerlager nach dem Spritfluss-Skandal um Red Bull: Daniel Ricciardos Disqualifikation war DAS Diskussionsthema in der Hitze von Malaysia. Dabei wird immer klarer: Red Bull hat wirklich nicht betrogen, hätte die Anweisungen der FIA, den Benzinfluss zu bremsen, aber befolgen müssen. Ein hochrangiger Cheftechniker der Konkurrenz, der nicht genannt werden will: „Red Bull kann nicht einfach ihre eigenen Messinstrumente über die der FIA stellen. Das wäre so, als wenn wir das normale Scrutineering an der Rennstrecke nicht akzeptieren und unsere eigenen Messgeräte mitbringen würden. Da könnten wir auch sagen, die Instrumente FIA sind durch das ständige Reisen nicht mehr genau geeicht. Das maßen wir uns aber nicht an!“
Kein Freispruch zu erwarten

Die Konkurrenz empfindet Red Bulls Verhalten als kritisch
Surer für Alternativlösung
Red Bull dagegen weigerte sich diesen zu akzeptieren. Und genau das ist das Problem. Ex-F1-Pilot Marc Surer vergleicht: „Das ist so, als ob man geblitzt wird, aber darauf besteht, dass der eigene Tacho weniger angezeigt hat. Damit kommt man auch nicht durch.“ Die Benzinfluss-Regel selbst steht trotzdem weiterhin im Kreuzfeuer der Kritik. Surer: „Die versteht kaum ein Zuschauer.“ Seine Lösung: „Im Qualifying ist die Regel nachvollziehbar - im Rennen ist sie unnötig. Alle Fahrer haben 100 Kilo Sprit zur Verfügung. Damit soll jeder machen können, was er will.“ Der Sky-Experte mahnt aber auch: „Man sollte die Regeln jetzt nicht schon wieder ändern…“
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