Formel 1: So stehts bei den Teamduellen 2019

Formel 1: Inspektor Vettel

Vettel spioniert bei Mercedes

Nach Platz zwei in Suzuka nimmt Sebastian Vettel im Parc Fermée den Silberpfeil unter die Lupe. Was sich Ferrari von Mercedes abschauen muss:
Sebastian Vettel ist wieder ganz er selbst. Erstmals nach neun verlorenen Qualifying-Duellen war er im Zeittraining wieder schneller als sein Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc. Der Trend im Rennen stimmt auch: In Singapur, Sotschi und Japan war er auch dort der flottere der beiden Ferrari. Das Qualifyingduell hat er auf 7:10 und das Rennduell auf 10:7 geschraubt (alle Teamduelle in der Galerie oben).
Und: Vettel kehrt auch zurück zu alten Gewohnheiten. Heißt konkret: Er spioniert wieder bei Mercedes! So geschehen im Parc Fermée von Suzuka. Da vergleicht „Inspektor Seb“ die Frontflügel-Hauptblätter direkt unterhalb der Nase seines Ferrari mit dem von Bottas' Mercedes. Kurios: Er schaut sich sogar kurz um, ob keiner guckt, während Bottas mit dem Siegerinterview beschäftigt ist. Blöd nur: Die TV-Kameras hielten drauf!
Was der Deutsche da kontrolliert hat, ist unklar. Sicher aber ist: Vettel ist wieder der Alte, zeigte das auch in den letzten Runden im Duell gegen Lewis Hamilton. „Seit Singapur und dem Update fühle ich mich im Auto wieder wohler“, sagt er zu AUTO BILD MOTORSPORT. „Russland und Japan haben auch gezeigt, dass die Verbesserungen nicht nur im Kurventyp aus Singapur greifen.“ Heißt auch: Vettel kann mit dem Auto wieder „spielen“ und seine Stärke auf der Bremse in Rundenzeit umsetzen. (mehr Hintergründe dazu hier).

Vettel grübelt: Was hat Mercedes, was Ferrari fehlt?

Die WM 2019 ist trotzdem weg. Seit Sonntag kann nur noch ein Mercedes-Pilot Weltmeister werden. Vettel tippt auf Hamilton. Das Comeback seines alten Ichs zeigt aber auch die folgende Ansage an sein Ferrari-Team: „Wir müssen nicht härter arbeiten, sondern besser! Wir haben viel über das Auto und seine Schwächen gelernt, haben es verbessert, aber wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen.“
Vettel nimmt sich nun nicht nur im Parc Fermée Mercedes zum Vorbild, er will Ferrari insgesamt in dieselbe Richtung treiben: „Mercedes ist nahe dran an der Perfektion, sehr konstant, fast fehlerfrei. Man könnte argumentieren, dass ihr Auto einfach besser ist als unseres, aber das ist nicht der Punkt: Es ist eine Teamleistung und auch wir haben die Zutaten, die Hingabe, die Intelligenz - wir müssen unsere Arbeit nur noch besser machen. Es gibt nicht diese eine Sache, an der wir arbeiten müssen, es sind viele kleine Dinge.“
Inspektor Vettel hat gesprochen und macht Mut für 2020.

Autoren: Ralf Bach,

Fotos: Picture-Alliance

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