Formel 1: Kolumne zu Lewis Hamilton
Beleidigt wegen Wolffs Besuch bei Vettel?

Ralf Bach berichtet aus Silverstone: Hinter den Kulissen brodelt es. Denn Lewis Hamiltons Fehlen beim F1-Showevent soll einen pikanten Grund haben.
Bild: Picture-Alliance / Getty Images
- Ralf Bach
Würde man Sebastian Vettel (30) nicht besser kennen, könnte man ihn für einen Psychostrategen halten, der seinem ärgsten Konkurrenten ausgerechnet bei dessen Heim-GP einen K.O. versetzt hat. Grund: Lewis Hamilton musste einen riesigen Shitstorm von den eigenen Landsleuten über sich ergehen lassen. Denn als einziger Pilot ist er nicht beim Mega-Showevent am Mittwoch in den Straßen von London erschienen. Als sein Name erwähnt wurde, pfiffen ihn seine einheimischen Landsleute zum Teil sogar aus - während ausgerechnet sein natürlicher Feind Vettel Applaus bekam.

Hat Hamilton etwa Ärger mit seinem Boss Toto Wolff?
Haben Sie das tatsächlich? Denn laut Daily Mail habe Hamilton aus einem ganz anderen Grund sein Heimevent in der Weltmetropole abgesagt. Der Brite habe demnach spitz gekriegt, dass Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff einen Tag vor der Baku-Anhörung von Sebastian Vettel in Paris einer der Gäste des Deutschen bei dessen Party zum 30. Geburtstag war. Hamilton soll so beleidigt deswegen gewesen sein, soll sich so verraten gefühlt haben, dass er London aus Rache dafür sausen ließ und sich sich lieber mit Model Winnie Harlow an einem Strand irgendwo in Griechenland vorbereitete.

Hat es bei Mercedes hinter den Kulissen geknallt?
Fest steht: Wer Vettel kennt, weiß: Er hält sein Privatleben extrem verschlossen und seine Geburtstagsparty inklusive Gästeliste gehört für ihn ins Reich der absoluten Verschwiegenheit. Wer ihn nicht so gut kennt, könnte meinen: Vettel ist der größte Psychospieler seit J.R. Ewing.
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