Formel 1: Kolumne zum Japan GP
Vettel verkrampft bei Ferrari

Das nächste Rennen, der nächste Fehler von Sebastian Vettel und Ferrari. Darum klappt es im Moment nicht bei der Scuderia und ihrem Starpiloten.
Er kann einem fast schon leidtun. Krampfhaft versucht Sebastian Vettel seinem springenden Pferd die Sporen zu geben. Doch immer, wenn er ins Galoppieren kommt, schmeißt das störrische italienische Rennpferd ihn ab. In Suzuka kämpfte Vettel nach einem von seinem Team vermasselten Qualifying mit dem Messer zwischen den Zähnen um jeden Platz und kollidierte mit Max Verstappen.

Crash mit Verstappen: Ferrari-Star Vettel in Suzuka
Weil der interne Machtkampf zwischen Teamchef Maurizio Arrivabene und Technikchef Mattia Binotto Ferrari ins Chaos stürzt. Weil Arrivabene, dessen Vertrag Ende des Jahres ausläuft, die Mannschaft mit seiner auf Machterhaltung zielenden Politik verunsichert. Kurzum: Weil Ferrari in der Zielkurve des WM-Duells versagt. Deshalb krampft der Deutsche Vierfachweltmeister. Und VERkrampft dabei. Auf der Strecke und daneben.
Denn NATÜRLICH war seine Attacke auf Verstappen überoptimistisch. NATÜRLICH kann er von einem wie dem Holländer, der ihm selbst so ähnlich ist, nicht verlangen, eine Kollision zu verhindern. Und NATÜRLICH hätte er geduldiger auf eine bessere Gelegenheit warten müssen.
Einsehen wollte Vettel all das nicht. Was normalerweise eine seiner Stärken ist - sein sturer Glaube an sich selbst und den eigenen Kampfgeist - wird hier zur Schwäche. Wenn er mit dem Chaos bei Ferrari aufräumen will, muss auch er selbst zu Fehleinschätzungen stehen. Um intern entsprechend stark auftreten zu können.
Denn wie heißt es so schön: Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.
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