Formel-1-Kommentar: Albon statt Gasly
Richtige Red Bull-Entscheidung

Unser Formel-1-Reporter Ralf Bach kommentiert den Fahrertausch bei Red Bull.
- Ralf Bach
Die Beförderung von Alexander Albon zum neuen Teamkollegen von Max Verstappen und die gleichzeitige Degradierung von Pierre Gasly ist von Red Bull nur konsequent. Red-Bull-Chefberater Helmut Marko verriet mir am Telefon, man hätte nach dem für Gasly desaströsen Ungarn-GP die Reißleine ziehen müssen. Dem kann ich nur zustimmen.
Nicht zum ersten Mal wurde Gasly in Ungarn von Verstappen überrundet. Im Vergleich mit dem Überflieger aus den Niederlanden schnitt der Franzose milde gesagt nicht gut ab. Ganz einfach: Verstappen hat ihn zerstört.
Der Holländer war im Qualifying durchschnittlich eine halbe Sekunde schneller, von den Rennergebnissen ganz zu schweigen. Während Verstappen zweimal gewann und insgesamt fünf Mal aufs Podium fuhr, schaffte Gasly in Silverstone als bestes Ergebnis gerade mal einen vierten Platz.

Nicht zum ersten Mal wurde Gasly in Ungarn von Verstappen überrundet.
Er fuhr eine grandiose Debütsaison beim Red-Bull-Juniorteam Toro Rosso und kann jetzt in den verbleibenden neun Saisonrennen beweisen, dass er 2020 der Richtige für den Angriff auf den WM-Titel ist.
Zu Marko sagte er am Telefon, dass er sich bereit fühlt. Was soll er auch sonst sagen? Formel-1-Erfolge sind auch Kopfsache, nicht nur das Ergebnis eines schweren Gasfußes.
Zu verlieren hat der Brite mit thailändischen Wurzeln gar nichts. Im schlimmsten Fall wird er 2020 wieder in den Toro Rosso steigen. Seine Aufgabe wird es jetzt sein, dichter an Verstappen dran zu sein als Gasly und dem Team zu helfen, Ferrari im Kampf um den Vizetitel hinter Mercedes zu überholen. Wenn das gelingt, scheint ihm auch der Platz im Red Bull für 2020 sicher.
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