Formel 1 - Kommentar: Pascal Wehrlein
Mercedes muss handeln!

Pascal Wehrlein hat in seiner Formel-1-Debütsaison eine hervorragende Leistung abgerufen. Trotzdem droht ihm das Aus in der Königsklasse.
- Ralf Bach
Stolz hatte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff (44) vor etwa einem Jahr sein Juniorprogramm vorgestellt. Drei Piloten sollten nach Vorbild des legendären Trios Michael Schumacher, Heinz-Harald Frentzen und Karl Wendlinger, mit dem Mercedes 1990 schon einmal ein Juniorenprogramm gestartet und viel Image und Erfolge eingefahren hat, auch diesmal gefördert werden. Die Wahl fiel auf den DTM-Meister von 2015, Pascal Wehrlein (22), und den franzosen Esteban Ocon (20). Ein Dritter wird noch gesucht.

Trotz guter Leistung droht für Wehrlein das Aus
Force India braucht ebenfalls Geld für einen Einsatz von Wehrlein oder Ocon. Die Inder mit Sitz in Enland tendieren aber eher zum Franzosen. Obwohl der in bisherigen gemeinsamen sieben Rennen bei Manor klar vom Deutschen geschlagen wurde. Das viel größere Problem: Weniger talentierte Piloten aus Indonesien, Brasilien, Mexiko oder Großbritannien haben private Investoren an der Hand, die für ihre Schützlinge Rio Haryanto, Felipe Nasr, Esteban Gutierrez, Jolyon Palmer und Jordan King bezahlen wollen. Mercedes will nur maximal die Hälfte investieren. Das ist kaum verständlich angesichts der rund 300 Millionen Euro, die der Konzern jährlich für Motorsport ausgibt. Mercedes muss jetzt an die Zukunft denken und dem größten Talent aus Deutschland ein Cockpit sichern. Denn der Weg zurück in die DTM wäre verschwendete Zeit und das endgültige Aus für Wehrlein in der Königsklasse.
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