Formel 1

Formel 1: Kommentar Safety Car

Ewiges Hin und Her

2017 ändern sich nicht nur einige technische Regeln, sondern auch sportliche. Doch die neuen Safety-Car-Regeln zeigen das wahre Problem der Formel 1.
Die Formel 1 bekommt 2017 ein neues Gesicht. Mit schnelleren Autos, aggressiverem Look und sportlichen Regeln, die für mehr Action sorgen sollen. Zum Beispiel ändern sich die Safety-Car-Regeln. 2017 wird nach jeder Safety-Car-Phase stehend gestartet, nicht mehr fliegend. Der Spannungsmoment des Starts wird sich also möglicherweise mehrmals im Rennen wiederholen.
Hatten wir das nicht schon? Ja, im Juni 2014 wurden diese Regeln schon einmal beschlossen. Damals gab es viel Kritik. Seitens der Formel-1-Teams, die darin viel zu viele Probleme sahen. Nico Hülkenberg erklärte damals: „Aus Fahrersicht ist es natürlich bitter, wenn du zuvor geführt hast. Safety-Car-Phasen sind ohnehin schon eine Strafe, weil man dann den Vorteil verliert. Dass man da noch das Risiko eines Starts hat, ist aus Sicht der Fahrer und Teams natürlich nicht erwünscht.“

Gibt es Startaction künftig auch während des Rennens?

Es gab noch diverse weitere Kritikpunkte. Zum Beispiel die Sicherheit. Starts sind zwar spannend, doch die Unfallgefahr ist beim stehenden Start größer, weil sich das Feld enger zusammenschiebt. Was übrigens auch im Falle von Kollisionen zu höheren Reparaturkosten führt. Techniker warfen ein, dass die aktuellen Formel-1-Kupplungen nur für einen Start – nämlich den zu Beginn des Rennens – konfiguriert sind. Und auch viele Fans waren empört: Das sei dann doch etwas zu viel Show auf Kosten des Sports.
Konsequenz: Die Regel wurde wieder verworfen. Nur um sie jetzt, zweieinhalb Jahre später wieder aus der Schublade zu holen. Der Hintergrund: Nach der Kritik an den Regenrennen machten die Regelhüter einen ersten Schritt: Sollte das Rennen wegen nasser Bahn hinter dem Sicherheitsfahrzeug gestartet werden, soll es künftig einen stehenden Start geben. Daraus wurde die Idee weitergesponnen: Stehend wird jetzt ab 2017 nach jeder Safety-Car-Phase gestartet.
Ob das gut ist oder nicht, darüber gibt es geteilte Ansichten. Aber das Hin und Her allein bei dieser Regel zeigt das wahre Problem der Formel 1: Die Fans kommen nicht mehr mit. Mal ändert sich dies, mal das. Dann wieder nicht. Oder eben doch. Es gibt diverse Beispiele: Das verkorkste Quali-System zu Beginn der Saison 2016. Die doppelten WM-Punkte im Finalrennen. Alles inzwischen wieder Geschichte. Ganz anders in der weltweit populärsten Sportart, dem Fußball: Können Sie sich da an große Regeländerungen erinnern? Eben...
Formel 1 Regeln 2017: Was erwartet uns?

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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