Formel 1: Kommentar Vettel-Crash
Darum braucht die F1 Kiesbetten

Die Vettel-Fans werden sich noch immer mit einem flauen Magen an Hockenheim erinnern. Aber Fakt ist: Hier wurde Sportgeschichte geschrieben!
- Michael Zeitler
Es war wohl die einzige Stelle auf der Rennstrecke, an der Sebastian Vettel diesen Fehler nicht hätte machen dürfen. Ein kleiner Verbremser mit großen Wirkung. Das ist tragisch – für Vettel, für seine Fans, für den Deutschland-GP.
Vettel-Patzer: Seine Erklärung
Aber man kann auch das Positive sehen. Vettel fuhr in Hockenheim in seiner eigenen Liga. Schon am kommenden Wochenende in Ungarn kann er zurückschlagen.
Und vor allem: Dieser Deutschland-GP wird für immer in die Geschichte eingehen. Jeder der 71.000 Zuschauer vor Ort wird diese Szene nie vergessen. Genauso wenig, wie sie die Emotionen danach im voll befüllten Motodrom mit der einzigartigen Fußball-Stadion-Atmosphäre nie vergessen werden.

Der Unfall hatte auch was gutes.
In Hockenheim war Lewis Hamilton der Held, aber auch er versenkte seinen McLaren-Mercedes schon mal im Kiesbett und schmiss so den Titel weg: 2007 bei der Boxeneinfahrt in China.
Die Formel 1 braucht Kiesbetten, Stellen, die keine Fehler verzeihen. Denn nur so werden Helden und auch tragische Helden geboren. Tragische Helden, die zurückschlagen, sich zurückkämpfen können. Und das kann Vettel. Nein, das wird Vettel.
Service-Links