Formel 1: Kommentar zu Ferrari
Vettel hat diese Kritik nicht verdient!

Ferrari-Teamchef Arrivabene hat in einer Talkrunde zum Rundumschlag ausgeholt. Und dabei auch nicht vor Sebastian Vettel Halt gemacht. Ein Kommentar.
Bild: Picture-Alliance
Signore Arrivabene, das ist nicht die feine italienische Art...
Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene hat seinen Starpiloten Sebastian Vettel im italienischen Fernsehen kritisiert. Arrivabene in einer Talkrunde: „Sebastian muss sich einfach auf das Auto konzentrieren. Er investiert so viel und manchmal bedeutet das, dass er bei allem mitreden will. Manchmal muss man ihm dann sagen, was seine Hauptaufgabe ist.“

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Ok, er muss ja nicht gleich eine Vertragsverlängerung verkünden, aber so? Mit solchen Aussagen bringt Arrivabene das Teamgefüge nur noch mehr ins Wanken. Denn: Vettel ist ein Typ, der - nett ausgedrückt - öffentliche Kritik nicht besonders schätzt. Für ihn gilt: Solche Themen bleiben intern. Nur dann kann er konstruktiv an sich und der Situation arbeiten.

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Dazu kommt: Vettel hat diese Watschn nicht verdient. Wie Michael Schumacher früher versucht der Heppenheimer die Scuderia mit den richtigen Impulsen nach vorne zu bringen. Er ruht sich eben nicht darauf aus, dass er sich als Fahrer rein auf seinen Job hinterm Lenkrad konzentrieren könnte. Eine Herangehensweise, die große Champions auszeichnet.
Fakt ist vielmehr: Der Deutsche hätte selbst jedes Recht zum kritischen Rundumschlag gegen Ferrari.

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene ist unzufrieden
Zugute halten muss man Arrivabene, dass seine Aussagen innerhalb eines langen Interviews getroffen wurden, in dem er Vettel auch lobte. Der Deutsche sei wichtig für Ferrari, so der Teamchef. Unnötig ist die Unruhe, die seine Worte ausgelöst haben, trotzdem. Arrivabene neigt dazu seine Piloten öffentlich an den Pranger zu stellen. Für die Fans mag das lustig sein. Das Team aber bringt er so nicht nach vorne.
Selbst, wenn die Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen wurden; Signore Arrivabene kennt das schnelle Geschäft in der Formel 1 und muss wissen, dass solche Schlagworte immer wieder aus Interviews herausgepickt werden. Deshalb darf er seine Fahrer nicht so bloßstellen.
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