Formel 1 - Charles Leclerc

Formel 1: Kompromissloser Leclerc

Todt vergleicht Leclerc mit Schumi

Charles Leclerc ist der neue Shootingstar der Formel 1. Manche vergleichen ihn jetzt schon mit Michael Schumacher.
Hinter dem jungenhaften LĂ€cheln steckt ein knallharter Rennfahrer

Charles Leclerc (21) ist der neue Liebling in der Formel 1. Nach zwei Siegen in Spa und vor allem in Monza fliegen dem jungen Monegassen die Herzen vor allem der Tifosi zu. FĂŒr sie ist Leclerc der Messias, der eine neue Ära starten und Ferrari endlich wieder zum WM-Titel fĂŒhren soll. 
Heißt auch: Leclerc ist in den Augen der Ferraristi der neue Michael Schumacher. Er spielt nun die Rolle, in der sich eigentlich Sebastian Vettel sah. Und er spielt sie brilliant: auf und neben der Strecke.
„Charles ist mental extrem stark, hat das Zeug zu einem großen Champion und die gleiche natĂŒrliche Art, ein Team zu fĂŒhren, wie einst Michael Schumacher“, sagt FIA-PrĂ€sident und Ex-Ferrari-Teamchef Jean Todt zu AUTO BILD MOTORSPORT. „Er reprĂ€sentiert die Zukunft der Formel 1 und von Ferrari.“

Todt: „Charles ist mental extrem stark, hat das Zeug zu einem großen Champion und die gleiche natĂŒrliche Art, ein Team zu fĂŒhren, wie einst Michael Schumacher“

Todt vergleicht Leclerc also ganz offiziell mit Schumi. Zu Recht. Denn der Monza-Sieger hat nicht nur neben der Strecke die gleiche AttitĂŒde wie der Rekordweltmeister. Ist das Visier einmal runtergeklappt, agiert er hart, kompromisslos und manchmal auch am Rande der LegalitĂ€t.
Ex-Ferrari-Star Gerhard Berger zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Leclerc ist alles andere als der nette Junge von nebenan, sondern ein Rennfahrer mit Killerinstinkt, der eben auch deshalb so gut ist, weil er nicht rechts ranfĂ€hrt und den Gegner vorbeiwinkt.“
Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve ergĂ€nzt: „Wie er in Monza im Duell gegen Lewis gefahren ist, das war nicht ganz fair. Er hat ihn einmal in die Wiese geschickt und ein anderes Mal mehrfach die Linie gewechselt. Ein anderer Fahrer wĂ€re bestraft worden, aber Charles wusste ganz klar, dass er bei Ferraris Heimrennen die Grenzen des Erlaubten ausloten kann. Er ist ein abgezocktes BĂŒrschchen.“
FĂŒr Sebastian Vettel heißt das: Wenn er derjenige sein will, der das Erbe von Michael Schumacher bei Ferrari fortfĂŒhrt, muss er ebenfalls noch mehr sein wie sein großes Vorbild. Gerhard Berger im Kölner Express: „Er ist zu gutglĂ€ubig. Und GutglĂ€ubigkeit hat im Spitzensport, wo es um die Weltmeisterschaft geht, nur wenig Platz."

Formel 1 - Charles Leclerc

Fotos: Picture Alliance

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