Formel 1: Die Hinterbänkler

Formel 1: Kubica exklusiv

„Lieber Letzter als Zuschauer“

Von einem GP-Sieger der Vergangenheit ist Robert Kubica zu einem Fahrer abgestiegen, der in der Gegenwart meist den letzten Platz belegt. Das sagt er dazu.
Dieser 18. Platz ist sowas wie ein Sieg für Robert Kubica. Erstmals in dieser Saison platzierte sich der Pole vor seinem Williams-Teamkollegen George Russell im Ziel. Es ist bitter: Spätestens nach seinem Kanada-Sieg 2008 galt der heute 34-Jährige als hoffnungsvolles Talent für die Zukunft. Ein Vertrag mit Ferrari war so gut wie fix. Jetzt kämpft er darum, nicht Letzter zu sein.
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Aber immerhin kämpft er wieder. Über acht Jahre war er weg. Weil ein Rallye-Unfall seinen rechten Arm so schwer zusetzte, dass er noch heute Einschränkungen hat. Doch der jahrelange Kampf zurück ins Formel-1-Cockpit ist sein größter Sieg.
Daher stellt er im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT (ab heute, 27. Juni, als Heft in AUTO BILD im Zeitschriftenhandel) klar, dass das Comeback keineswegs ein Fehler war. Kubica: „Ganz klar nein! Ich habe es mir lediglich weniger kompliziert vorgestellt, weniger schwierig. Es fing schon damit an, dass das Auto zu spät fertig wurde. Aber ich liebe diesen Sport und ich wollte unbedingt zurück in die Formel 1. Das habe ich geschafft. Und es ist hunderttausendmal besser, sich hier in der Formel 1 mit Problemen auseinanderzusetzen, als zuhause faul auf dem Sofa zu liegen und die Rennen im Fernsehen zu verfolgen.“

Robert Kubica ist froh, wieder in der Formel 1 zu sein

Dass Kubica in acht Rennen sieben Mal als Letzter ins Ziel kam, liegt zuvorderst am Williams-Rennstall. Das Traditionsteam ist inzwischen ganz klar das schlechteste Team der Formel 1. Aber Kubica fährt auch dem Mercedes-Junior Russell hinterher, liegt im Quali-Duell mit 0:8 hinten.
Die Frage, ob Kubica im Mercedes Rennen gewinnen könnte, will der Pole nicht beantworten. Er sagt aber: „Eins kann ich sagen: Meine Probleme im Moment haben nichts mit meinem angeblichen Handicap wegen meines rechten Armes zu tun. Beispiel Monaco: Es gab viele Leute, die im Vorfeld dieses Rennens prophezeiten, dass es mein schwierigster Grand Prix werden würde. Wegen des engen Radius einiger Kurven. Dem war aber nicht so! Die Probleme haben technische Hintergründe, keine körperlichen. Ich muss aber mit den Vorurteilen leben, die manche Menschen haben.“
In der aktuellen Ausgabe von AUTO BILD MOTORSPORT lesen Sie das vollständige Interview mit Robert Kubica: Unter anderem wie er Williams wieder auf Kurs bringen will und wie sich die Formel-1-Autos seit 2010 verändert haben.

Formel 1: Die Hinterbänkler

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Autoren: , Ralf Bach

Fotos: Hersteller

Stichworte:

Kubica, Robert

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