Formel 1: Lauda ledert gegen Marko
„Gehe nicht mehr zu Red Bull frühstücken“

Niki Lauda vs. Helmut Marko: Österreichischer Zwist im Fahrerlager von Suzuka. Es geht um Mercedes' Motorenprobleme. Liefert ein Schweizer die Erklärung?
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Wenn Niki Lauda dem österreichischen Fernsehen ein Interview gibt, ist das meistens ein lustige Angelegenheit - nicht zuletzt wegen der Mundart. Etwas skurril war der Auftritt aber schon, den der F1-Aufsichtsrat von Mercedes am Freitag im Fahrerlager von Suzuka hinlegte:
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Ausgefrühstückt? Dr. Helmut Marko und Niki Lauda...
Erst einmal in Rage, legte der dreifache Weltmeister nach: „Je mehr der Doktor da herumeiert, desto mehr sind ich und der Toto (Wolff; d. Red.) voll motiviert, das letzte Hundertstel aus unseren Fahrern herauszukitzeln.“ Immerhin: Lauda wollte klarstellen: „Ich habe vor allen Gegnern Respekt, auch vor Red Bull. Aber Angst habe ich keine.“ Schließlich sind der Wiener Lauda und der Grazer Marko seit Jahrzehnten Wegbegleiter in der Formel 1 und gute Freunde. Und daran wird sich auch sicher nichts ändern.
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Was ließ Lewis Hamiltons Motor wirklich hochgehen?
Den neutralen Part im Österreicher-Zwist nahm natürlich ein Schweizer ein. Ex-Pilot Marc Surer hat eine ganz andere Vermutung für die Ursache von Mercedes' Problemen. Ihm war aufgefallen, dass Silberpfeil-Technikchef Paddy Lowe in Sepang explizit erwähnte, dass Hamilton vor seinem Ausfall hinter einem anderen Auto herfuhr. „Diese Aussage hat mich doch sehr stutzig gemacht“, erklärte der Sky-Experte. „Warum sagt er das?“

Ex-F1-Pilot Marc Surer ist Experte beim TV-Sender Sky
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