Formel 1: Leclerc verzaubert Tifosi

„Erstes Spielzeugauto war ein Ferrari“

So drückt Monza-Sieger Charles Leclerc auf die Tränendrüsen der Tifosi
König Charles. Für die Tifosi ist am Sonntag beim Großen Preis von Italien in Monza eine neue Ferrari-Legende geboren worden: Charles Leclerc (21). Der Monegasse ist der neue Stern am feuerroten Himmel mit dem springenden Pferd.
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Er ist schnell, clever, aggressiv, kompromisslos. Und er weiß genau, wie er den Hype um sich selbst noch befeuern. Denn seine Worte nach dem Sieg waren wie eine Luxusmassage für die strapazierten Seelen der Ferrari-Fans. „Meine Emotionen sind zehnmal größer als bei all meinen anderen Erfolgen in meiner Karriere“, säuselte Leclerc nach seinem Triumph in Monza.
Und weiter: „Normalerweise denke ich immer nur daran, mein Bestes zu geben. Aber an diesem Wochenende konnte ich an nichts anderes denken als an den Sieg. Im Rennen schweiften meine Gedanken immer wieder ab. Ich dachte, wie viel ein Sieg den Tifosi wohl bedeuten würde. Ich konnte die Fans jubeln hören, und du siehst diese Tribünen, die zu 99 Prozent in Rot getaucht sind. Du erkennst die Fans, wie sie von ihren Sitzen aufspringen und mit den Armen wedeln. Zwischendurch musste ich mit mir selber schimpfen: ‘Reiß dich zusammen! Konzentrier dich!’“

Auf dem Podium empfing den Jungen aus Monaco ein Fahnenmeer in Rot.

Auf dem Podium empfing den Jungen aus Monaco ein Fahnenmeer in Rot. Die Start-Ziel-Gerade war bis zur ersten Kurve in Menschen getaucht. Bei der Nationalhymne sangen alle mit. Gänsehautstimmung pur.
Vor allem für Leclerc, der sich als Ferrari-Fan erster Stunde outet. „Wie aus Instinkt war das erste Spielzeugauto, das mich interessiert hat, ein Ferrari. Später ist daraus eine Liebe erwachsen“, streichelt er die Herzen der Tifosi.
Doch als würde es kitschiger nicht gehen, drückt er noch weiter auf die Tränendrüse: „Das erste Mal im Ferrari-Werk war ich mit Jules Bianchi. Aber da haben sie mich nicht in die Rennabteilung vorgelassen, ich musste draußen warten. Also das passiert mir heute nicht mehr.“
Bianchi galt bis zu seinem tödlichen Unfall in Suzuka 2014 als Ferraris Kronprinz. Gleichzeitig war er Leclercs Mentor und Patenonkel. Eine Geschichte, die die Leclercs-Mania geradezu perfekt abrundet.
Leclerc: „Ferrari hat eine besondere Magie, das merkst du, sobald du nach Maranello kommst. Die Menschen dort leben ihre Leidenschaft, und diese Passion heißt Ferrari. Es ist unmöglich, sich diesem Bann zu entziehen.“
Dem Leclerc-Bann kann sich auch die internationale Presse nicht entziehen. In der Galerie zeigen wir, wie sie Leclerc feiert.

Fotos: Picture Alliance

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