Formel 1: Letzte Chance
Fällt in Mexiko der Highspeed-Rekord?

Beim Großen Preis von Mexiko könnte am Wochenende die Geschwindigkeits-Bestmarke geknackt werden. Deutsche Fahrer haben beste Karten, Geschichte zu schreiben.
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- Michael Zeitler
Eigentlich ist die Strecke in Mexico-City kein Highspeed-Kurs. Und trotzdem werden hier die schnellsten Höchstgeschwindigkeiten gemessen. Die Piste liegt auf 2000 Meter Höhe. Weil in der dünnen Luft der Luftwiderstand geringer ist, sind die Autos auf den Geraden schneller.
Letztes Jahr fuhr Felipe Massa im Qualifying 364 Stundenkilometer schnell. Sebastian Vettel im Rennen sogar 366 km/h. Die letzten Grand Prix zeigen: 2016 ist die Formel 1 noch einmal um rund drei bis vier Stundenkilometer schneller geworden. So war es in Monza, Singapur und Japan. Austin und Malaysia waren noch viel schneller, zählen aber nicht – in Austin hat es 2015 geregnet, Malaysia wurde 2015 schon im Frühjahr ausgefahren. Zwischen dem Beginn einer Saison und dem Ende legen die Autos durch Weiterentwicklung nochmal an Fahrt zu.
Rechnet man auf die Geschwindigkeiten von Mexiko 2016 die drei bis vier km/h drauf, kommt man den aktuellen Rekorden schon sehr nah: Die schnellste Geschwindigkeit in einem F1-Rennen erzielte Antônio Pizzonia 2004 in Monza (369,9 km/h) im BMW-Williams, mit einem 3,0-Liter-V10-Saugmotor. Im Training von Monza 2005 war Juan-Pablo Montoya im McLaren-Mercedes (372,6 km/h) noch schneller.
Auf dem neuen Straßenkurs in Baku in Aserbaidschan soll Valtteri Bottas im Juni 378 km/h auf dem Tacho gehabt haben, aber die offizielle Messstelle 200 Meter vor der Anbremszone zeigte "nur" 366 km/h an.

Pascal Wehrlein ist einer der Speed-Könige 2016
Und wer hat die besten Karten, den Geschwindigkeitsrekord der Formel 1 zu knacken? Im Qualifying war bisher Pascal Wehrlein im Manor-Mercedes der Speed-König: Sechs Mal wurde er mit dem höchsten Tempo gemessen, drei Mal Nico Rosberg (Mercedes), je zwei Mal Lewis Hamilton (Mercedes) und Felipe Massa (Williams-Mercedes). Im Rennen führten diese Statistik vier Mal Rosberg und Hamilton an, je zwei Mal Sergio Pérez (Force-India-Mercedes) und Felipe Massa.
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