Formel 1: Lewis Hamilton
Hamilton und Mercedes: Vertragsgespräche haben begonnen

Der neue schwarze Silberpfeil ist gerade erst in Silverstone auf die Strecke gerollt, da wird bereits die Zukunft mit Lewis Hamilton geplant.
Bild: S. Kawka / Mercedes
Lewis Hamilton geht mit seinen mittlerweile 38 Jahren als zweitältester Pilot nach Fernando Alonso (41) in die neue Formel-1-Saison. Doch ans Aufhören denkt er offenbar nicht. Im Gegenteil: Mercedes und der siebenmalige Weltmeister haben eine Vertragsverlängerung ins Auge gefasst.
Bei der Präsentation des neuen W14 bestätigte Teamchef Toto Wolff die Fortschritte: „Ein erstes Gespräch“ über einen neuen Vertrag habe es demnach bereits gegeben. „Ich möchte mich aber nicht auf einen Zeitrahmen festlegen“, räumt der Wiener ein, „weil das zu diesem Zeitpunkt weder für ihn noch für uns wichtig ist. Der Vertrag läuft noch ein ganzes Jahr und wir werden den richtigen Zeitpunkt finden.“
Hamiltons aktueller Kontrakt läuft Ende 2023 aus. Wie das französische Sport- und Wirtschaftsportal „Sportune“ bereits zu Jahresbeginn berichtete, verhandelt der Champion um einen Zweijahresvertrag (2024/2025) für 45 Millionen Euro pro Jahr. On top gäbe es einen Bonus von 25 Millionen für weitere WM-Titel. Mercedes hat diese Zahlen allerdings ins Reich der Fabel verwiesen.

Lewis Hamilton geht mit seinen mittlerweile 38 Jahren als zweitältester Pilot nach Fernando Alonso (41) in die neue Formel-1-Saison.
Bild: Mercedes
Mega-Gehalt hin oder her; die Vertragspartner erwarten keine harten Verhandlungen. „Wir haben in der Vergangenheit schon einige solcher Verträge abgeschlossen, und sie ändern sich von Mal zu Mal nur geringfügig, so dass sie abgesehen von den offensichtlichen Bedingungen normalerweise nicht komplex sind“, erklärt Teamchef Wolff.
Fest stehe: Hamilton sei nach wie vor der Wunschpilot, denn er habe nichts von seinen Fähigkeiten eingebüßt. „Er scheint mir in einer großartigen Form zu sein“, schwärmt der Wiener, „sehr positiv, motiviert und voller Energie. Vielleicht der Beste, den ich nach diesem Winter in den letzten zehn Jahren gesehen habe.“
Heißt auch: Der 103-fache GP-Sieger reift mit zunehmendem Alter wie ein guter Wein und reiht sich damit in die Liste großer Sportler ein, denen das Alter nichts anhaben konnte.
Auch Wolff zieht diesen Vergleich: „Ich glaube, dass das Alter von 38 Jahren beim nächsten Vertrag keine Rolle spielt, wenn man sich anschaut, wie Spitzensportler auf der ganzen Welt an die Grenzen gegangen sind. Ich denke an Tom Brady (Football; d. Red.), der 44 oder 45 Jahre alt ist und auf dem Spielfeld steht.“
Für Mercedes ist der siebenmalige Champion deshalb immer noch sein (vieles) Geld wert. Der Österreicher: „Was die Vertragssituation angeht, haben wir immer gute Lösungen gefunden, die seinen Wert für das Team und für den Sport widerspiegeln. Und auf der anderen Seite glaube ich, dass Mercedes der Ort ist, an dem er sein möchte. Das war also nie ein strittiger Punkt.“
Das bestätigt der Brite, wenn auch einsilbig: „Ich plane nicht, irgendwo anders zu sein.“
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