Nico Rosberg schwimmt derzeit auf einer Welle des Erfolgs. Am Sonntag holte er seinen dritten Saisonsieg in China. Gefeiert hat er den erst im Burger-King-Restaurant des Shanghai International Airport. Am Montag dann beim Laureus World Sports Award in Berlin. Abheben will er nicht. Rosberg: „Es liegt noch ein langes Jahr vor uns. Ich werde meinen Fokus nicht verlieren und denke weiter von Rennen zu Rennen.“
Rosberg
Bond? Nein! Rosberg, Nico Rosberg: WM-Führender
Angesichts der Siegesserie von sechs Triumphen in Folge spricht nun erstmals sogar der in der Öffentlichkeit sonst so wortkarge Vater. Keke Rosberg sagt stolz in SPORT BILD: „Es läuft wirklich wie geschmiert für Nico. Er hat allein in sechs Monaten mehr Siege eingefahren als ich in meiner gesamten Formel-1-Karriere." Keke Rosberg gewann in neun Jahren fünf Mal.
Im Hintergrund pokert Nico Rosberg derweil um einen Mercedes-Vertrag. Sein aktueller Kontrakt läuft - wie AUTO BILD MOTORSPORT bereits nach dem GP Australien berichtete - Ende des Jahres aus. Offiziell mag Rosberg es nicht zugeben. „Das ist im Moment kein Thema für mich“, sagt er. „Fest steht nur: Ich will noch viele Jahre für Mercedes fahren.“ Hinter den Kulissen macht er nach ABMS-Informationen aber schon mächtig Druck.Allein: Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff lässt sich nicht unter Druck setzen. „Nico gehört ja irgendwie schon zur Mercedes-Familie“, räumt er zwar ein, sagt dann aber nur. „Deshalb wird er der Erste sein, mit dem wir uns unterhalten werden. Dann muss er uns sagen, was er sich vorstellt.“
Wehrlein
Pascal Wehrlein schielt auf Rosbergs Silberpfeil-Cockpit
Die größte Gefahr für Rosberg geht indes von Mercedes-Junior Pascal Wehrlein (21) aus. Der amtierende DTM-Meister wurde in diesem Jahr bei Manor untergebracht. Dort soll er lernen.
Toto Wolff zu SPORT BILD: „Pascal fährt bei einem Team, das erst mal nicht in die Punkte fahren kann. Das sind andere Voraussetzungen als bisher in seiner Karriere. Er hat in jungen Jahren schon jetzt die Verantwortung, dem Team entscheidende Impulse zu geben. Wir werden ihn intensiv beobachten und dann entscheiden, wie es mit seiner Karriere weitergeht.“