Formel 1: Machtverlust ärgert Ecclestone
„Als ich ein Diktator war!“

F1-Boss Bernie Ecclestone sieht seine Macht schwinden und haut auf den Tisch: Früher sei alles besser gewesen, die Formel 1 brauche seine Diktatur.
Bild: Picture-Alliance / Nico Rosberg Twitter
- Frederik Hackbarth
Ob sich Bernie Ecclestone im Land seines Freundes Wladimir Putin wohl vom dominanten Auftreten des mächtigen Kremlchefs hat inspirieren lassen? „Wir müssen zu den guten alten Zeiten zurückkehren, als wir begannen, die Formel 1 so aufzubauen, wie wir sie heute alle so gut kennen. Als ich ein Diktator war!“, markierte der Formel-1-Chefvermarkter vor dem Rennen in Sotschi bei einem Gespräch mit der russischen Zeitung 'Sovetsky Sport' den starken Mann. In der Realität sieht sich Ecclestone zunehmend mit dem Schwinden seiner Machtposition konfrontiert.

Ecclestone: Die Zeiten der Diktatur sind vorbei
Immer öfter steht der selbsternannte Ex-Diktator mit seiner Meinung dieser Tage alleine im Fahrerlager da. Ecclestone polarisiert stärker denn je. Einen Fürsprecher findet er zumindest in Sachen Entscheidungsstruktur aber im Deutschen Nico Hülkenberg. Der Force-India-Pilot stimmt Ecclestones jüngsten Aussagen zu. „Ich denke, er hat Recht. Zu viele Köche verderben den Brei. Wir laufen derzeit nach links und nach rechts aber nicht nach vorne“, so der Emmericher. Neueinsteiger Pascal Wehrlein vom Manor-Team sieht das etwas anders als sein Landsmann: „Wenn nur eine Person die Entscheidungen trifft, müssen sie alle richtig sein. Ich denke, es wäre besser, die Fahrer zu involvieren und wenn man uns zuhört!“Die Einstellung der beiden anderen deutschen Formel-1-Piloten zu dem Thema ist hinlänglich bekannt: Sebastian Vettel war einer der Anführer bei der Fahrerrevolte gegen Ecclestone, die sich in einem offenen Brief nach dem Australien GP ausdrückte und prangerte die veraltete Struktur der Entscheidungsfindung in der Königsklasse an.

Dieses Foto twitterte Nico Rosberg aus Russland
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