Er ist gerade erst zwei Tage lang der der neue Weltmeister der Formel 1 – und schon sitzt Max Verstappen (24) wieder im Rennwagen! Bei den Pirelli-Tests nach Saisonende pilotiert der Niederländer wieder seinen Sieger-Red Bull. „Gestern Abend war ich zwar noch nicht ganz fit, aber durchs Fahren werde ich wieder frisch“, sagt Verstappen nach der wilden Partynacht am Sonntagabend.
Mittlerweile sind auch Videos von der Feier im Yas Hotel aufgetaucht. Immer wieder singen Verstappen und seine Mechaniker den Queen-Hit „We are the Champions.“
Und auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat sich beim Nachfolger seines Mercedes-Stars Lewis Hamilton gemeldet. Verstappen bei Sky: „Er hat mir einen Text geschrieben, mir zur Saison gratuliert und gesagt, dass ich den Titel verdiene. Das war nett von ihm.“ Der Niederländer rechtfertigt sogar das Verhalten des Mercedes-Teamchefs direkt nach dem Rennen, als der Wiener die Gratulation noch verweigerte. „Mir ist schon klar, dass nach so einem finale die Emotionen in beide Richtungen groß sind“, räumt der Red Bull-Star ein.

Max Verstappen will nicht den Rosberg machen

Weltmeister Max Vertappen mit goldenen Rennschuhen beim Pirelli-Test Abu Dhabi.
Nach Sebastian Vettel und Fernando Alonso ist Verstappen jetzt der drittjüngste Weltmeister aller Zeiten. Mit dem Titel im Gepäck aufhören – wie Nico Rosberg 2016 – ist für ihn aber keine Option. „Ich genieße den Moment und bin superglücklich, Weltmeister zu sein“, sagt er. „Lewis und ich haben unsere Teams, unsere Autos und uns in diesem Jahr ans Limit getrieben. Ich hoffe, dass wir unser Duell in den nächsten Jahren fortsetzen können. Alles was jetzt kommt, ist für mich ein Bonus.“
Versöhnliche Worte auch in Richtung Lewis Hamilton, mit dem er sich 2021 ein Duell am Limit geliefert hat. „Ich bin in den Jahren zuvor nie so intensiv gegen Lewis gefahren“, erklärt Verstappen. „In diesem Jahr war es anders. Ich musste in jedem Rennen alles geben, konnte mir keine Schwäche erlauben. Sicher war die Niederlage enttäuschend für ihn, aber er war im Umgang mit mir immer professionell. Er hat schon sieben WM-Titel. Für mich war es der erste. Ich denke, er wird die Niederlage verkraften.“
Gleichzeitig bedankt sich Verstappen bei seiner Familie: „Dieser Titel ist für mich eine Family-Affair. Meine Eltern haben beide so viel für mich, meinen Sport und meinen Erfolg geopfert. Dabei ist wahrscheinlich sogar eine Ehe draufgegangen. Jetzt zu wissen, dass das alles nicht umsonst war und dass ich etwas zurückgeben kann, ist etwas Besonderes für mich. Ich bin eigentlich nicht so emotional, aber deshalb habe ich auch unter dem Helm geweint.“

Von

Bianca Garloff