Formel 1: Mercedes-Boss setzt auf Ferrari
Lauda: „Zehn Euro auf Vettel gewettet“

Niki Lauda verliert gegen Toto Wolff zehn Euro, weil er im Qualifying auf Ferrari gesetzt hat. Unbezahlbar ist dafür die Reaktion von Sebastian Vettel.
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- Frederik Hackbarth
Diesen Respekt hat sich Ferrari hart erarbeitet: Wenn vor dem Qualifying auf der Power-Strecke Shanghai Mercedes-F1-Aufsichtsrat Niki Lauda sein Geld auf die Roten setzt, dann will das schon was heißen. Mit Silberpfeil-Teamchef Toto Wolff wettete Lauda auf den Quali-Sieger. Lauda tippte auf Vettel. Wolff auf Hamilton – und behielt damit Recht. „Diese zehn Euro werde ich mit großer Freude ausgeben“, lachte Wolff hinterher.

Auch Lauda und Wolff wissen: Ferrari ist nah dran
Sebastian Vettel nahm die Zockerei bei der Konkurrenz jedenfalls amüsiert zur Kenntnis. „Nur zehn Euro? Geiziger Sack“, lachte der Heppenheimer mit Blick auf Laudas überschaubaren Wetteinsatz und fügte mit einem Lächeln an, dass der Österreicher wohl „nicht viel Vertrauen“ in die Scuderia habe. Zumindest einen Mercedes konnte sich Vettel am Samstag aber dennoch schnappen: Den von Valtteri Bottas. Mit gerade mal einem Tausendstel Vorsprung bugsierte er sich vor den Finnen und damit in die erste Startreihe – umgerechnet entspricht das auf dem 5,451 km langen Kurs in Shanghai gerade einmal 5,91 Zentimetern!

Im Grenzbereich: Bottas landete trotzdem hinter Vettel
Hamilton, der bereits seine 63. Formel-1-Pole und die sechste in Folge feierte, weiß indes, dass der Sonntag kein Spaziergang wird. „Ferrari war so schnell heute“, zeigte sich auch der Brite beeindruckt und mutmaßte, dass ihn am Ende wohl nur eine „perfekte Runde“ gerettet habe. „Das war wirklich spannend. Ohne die Trainingszeit gestern, mussten wir heute alles reinpacken. Wir haben gehofft, dass wir mit der Balance den Nagel gleich auf den Kopf treffen.“ Es gelang, Hamilton startet wieder von vorne.

Hamilton startet von Pole, doch Ferrari lauert in China
Zumal Hamilton die Erfahrung auf den neuen Regenreifen fehlt! „Ich bin damit diese Saison noch keinen einzigen Kilometer gefahren. Das wird morgen ein Spaß. Da gibt es auf jeden Fall eine Lektion zu lernen.“ Nicht nur mit Blick auf die Pneus, sondern auch mit Blick auf die neue Hierarchie in der Formel 1. Hamilton: „Ferrari ist im Rennen immer sehr stark, weil sie die Reifen im Warmen gut behandeln. Es wird also interessant, wie es morgen wird. Das könnte einer der spannendsten Tage seit langem werden.“
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