Formel 1: Mercedes-Duell um Titel
So bekam Bottas die Kurve

AUTO BILD traf den WM-Führenden der Formel 1, Mercedes-Pilot Valtteri Bottas, im Mercedes 500 SL Rallye.
Locker sitzt Mercedes-Formel-1-Pilot Valtteri Bottas (29) hinter dem Lenkrad des Mercedes 500 SL Rallye, provoziert einen Dreher und amüsiert sich köstlich über die Schreie der ABMS-Reporterin auf dem Beifahrersitz. Man merkt: Nach zwei Siegen in vier Rennen inklusive der WM-Führung hat Bottas Freude am Fahren. „Du bist jetzt meine Co-Pilotin“, witzelt er, als ich ihn beim Event zu 125 Jahren Mercedes im Motorsport auf die Rennbahn lotsen muss.
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Da gibt er gleich Vollgas, driftet kontrolliert mit kalten Reifen um die ihm gerade noch unbekannten Kurven. „Autos sind zunächst mal die Werkzeuge für einen Rennfahrer“, erklärt er, „aber sie sind natürlich viel mehr als das. Ich liebe Autos, solange ich denken kann. Ich liebe auch schon sehr lange Mercedes, obwohl mein erstes Auto ein Ford Cougar war – den mir meine Eltern gekauft haben.“
Mit fünf Jahren saß er erstmals in einem Kart. Von da an war es um ihn geschehen.

Der Mercedes 500 SL Rallye
Häkkinens Geschichte half Bottas auch über den harten Winter im vergangenen Jahr. Der Finne stand, so wie Häkkinen 1995, am Scheideweg seiner Karriere. Während Teamkollege Lewis Hamilton (34) mit elf Siegen souverän seinen fünften Titel gewann, musste der Finne ihm sogar den Triumph in Sotschi überlassen. Sein Image war im Keller. Er stellte sich selbst infrage. Bottas: „Ich war enttäuscht und verärgert. Ich schwor mir: So etwas darf nie mehr passieren! Ich habe nur eine Karriere im Leben, und wenn ich immer unterstütze, anstatt selbst zu attackieren, erreiche ich meine Ziele nie.“
Wie er die Kurve gekriegt hat, hört sich simpel an. Bottas: „Grundsätzlich ist es eine Sache der Konzentration. Um ganz vorne zu sein, zum Beispiel im Qualifying, musst du die vielen Kleinigkeiten zusammenbringen. Das ist mir bisher in der Saison gut gelungen.“ Seine Lockerheit hat er dabei aber nicht verloren. Er muss über sich selbst lachen, als er sagt: „Wir Finnen sind alle ein bisschen verrückt. Das hilft natürlich, um über Krisen hinwegzukommen.“
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