Formel 1: Mercedes in Baku
Hamilton macht Druck auf Rosberg

Lewis Hamilton jagt beim Europa GP in Baku seinen dritten Sieg in Serie. Gelingt der, muss Nico Rosberg schon Zweiter werden, um in WM-Führung zu bleiben.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
In der Formel 1 geht alles schneller. Manchmal auch die Zeitrechnung. So zumindest muss es Nico Rosberg dieser Tage vorkommen. Gar nicht lange ist es her, da strandete sein ärgster WM-Rivale Lewis Hamilon im Monaco-Qualifying mit einem technischen Problem zu Beginn von Q3 in der Box. Hamilton konnte zwar noch an der Session teilnehmen, verpasste aber als Dritter hinter Daniel Ricciardo und Rosberg die so wichtige Pole-Position auf dem engen Stadtkurs. Niedergeschlagen präsentierte sich Hamilton damals, auch auf Grund von satten 43 Punkten Rückstand in der WM.
Nicht einmal drei Wochen später stand am Freitag in Baku wieder ein Mercedes mit einem technischen Defekt auf einem Stadtkurs: Doch diesmal war es der von Rosberg.
So lief der Freitag in Baku: Hamilton zweimal Schnellster

Hamilton kam den Mauern in Baku gefährlich nahe
Bringt das augenscheinliche Tief den WM-Führenden aus dem Konzept? Und wie würde Hamilton an Rosbergs Stelle mit der aktuellen Situation umgehen, wollte ein Reporter am Freitag in Baku wissen. „Ich müsste raten. Aber eigentlich kann ich es nicht beantworten...“, lautete Hamiltons Antwort. Die selbstbewusste Erklärung dafür: „... weil mir sowas noch nie passiert ist.“ Mit zusätzlichen verbalen Sticheleien versuchte der Brite seinen Widersacher aber nicht unter Druck zu setzen – das macht er schon auf der Strecke. So gab es stattdessen Lob: „Nico wirkt nicht sehr beunruhigt, also würde es mich in seiner Situation wohl auch nicht beunruhigen“, ging Hamilton noch einmal auf die Ausgangsfrage ein und fügte hinzu: „Er hat sich dieses Jahr nochmal gesteigert. Ich freue mich auf die weiteren Duelle mit ihm.“

Rosberg muss sich erneut mit Problemen rumschlagen
Sich und seinen F1-Kollegen prognostizierte Hamilton daher ein „hartes Wochenende. Man muss sich hier schon sehr konzentrieren, aber das mag und genieße ich.“ Teamkollege Rosberg hingegen haderte, neben dem Problem an seinem Mercedes und dem Abstand auf Hamilton, mit noch etwas ganz anderem: „Die Strecke ist zwar sehr cool, aber einige Sicherheitsbedenken bleiben. Die Einfahrt in die Boxengasse sollte man sich noch einmal genau anschauen und auch ein paar Auslaufzonen sehen nicht toll aus“, meinte der 30-Jährige. Allerdings fügte Rosberg auch an: „Ich vertraue diesbezüglich der FIA. Die haben schließlich die Daten.“
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