Formel 1: Mercedes patzt in Spanien
Ferrari kann nicht profitieren

Ferrari bekam den Sieg in Barcelona nach dem Mercedes-Crash auf dem Silbertablett serviert, unterlag aber Red Bull. Falsche Reifenwahl bei Sebastian Vettel.
Bild: Picture-Alliance
Wenn die beiden Silberpfeile sich gegenseitig eliminieren, ist die Formel 1 interessant wie selten. Das musste sogar Mercedes-Sportchef Toto Wolff feststellen. Wolff ganz ernst: „Nachdem wir draußen waren, war es ein spannendes Rennen. Ein neuer Star (Max Verstappen; d. Red.) wurde geboren. Und Ferrari hat viele Punkte gemacht und aufgeholt.“
So lief der Spanien GP: Verstappen gewinnt in Barcelona
Allein: Für die Scuderia muss es einer Niederlage gleichkommen, dass sie vom Mercedes-Dilemma nicht maximal profitieren konnte. Dabei hatten sich sowohl Ferrari als auch Red Bull mit ihren Top-Piloten Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo verpokert. Beide setzten ihre Nummer-eins-Fahrer auf eine Dreistoppstrategie. „Wir wollten beide Autos splitten“, berichtet Vettel, der aber schnell feststellen musste. „Die Zweistopp war schneller. Aber im Nachhinein ist man immer schlauer.“

Ferraris Stars verloren in Barcelona gegen Verstappen
Dazu kommt: Vettel muss aufpassen, dass er keinen Ruf als Motzki bekommt. Nach einer harten aber misslungenen Attacke von Ricciardo hatte sich der Heppenheimer lautstark am Funk beschwert: „Ehrlich, was machen wir denn hier? Das ist doch kein Ping Pong.“ Erst mit einigem Abstand sah der Hesse die Situation gelassener. „Wenn ich in dem Moment nicht mitspiele, knallt’s. Im ersten Moment regt man sich auf, aber ich hätte es wahrscheinlich genauso probiert.“

Küsschen für den Pokal: Doch es war nur der für P3
Dass Red Bull zu einem gleichwertigen und teilweise sogar besseren Gegner erwachsen ist, dürfte dem Präsidenten dabei allerdings kaum gefallen.
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