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Formel 1: Mercedes stapelt tief

Hamilton: "Haben viel Arbeit vor uns"

Titelverteidiger Mercedes schiebt Ferrari vor dem Saisonstart die Favoritenrolle zu - die Silberpfeile haben indes sogar schon nachgerüstet.
Ist seine Tiefstapelei diesmal wirklich angebracht? Weltmeister Lewis Hamilton wähnt Mercedes vor dem Auftakt in die neue Formel-1-Saison am Sonntag in Australien hinter dem großen Konkurrenten Ferrari. "Es ist gar nicht so schwer zu lesen sondern eigentlich ziemlich klar", sagt er mit Blick auf die Ergebnisse im Winter. "Wir wissen natürlich nicht, was die anderen gemacht haben. Aber wir haben viel Arbeit vor uns. Ich habe keinen Müll geredet, als ich das (nach den Tests; d. Red.) gesagt habe", erklärt Hamilton.
Der Brite plaudert am Donnerstag in der Pressekonferenz sogar eine Motivationsrede von Teamchef Toto Wolff aus. "Nach den ersten Testfahrten hat Toto im Werk eine Ansprache gehalten, um uns zu erklären, dass wir jetzt die Ärmel hochkrempeln müssen. Ich weiß aber, dass jeder Mitarbeiter alles gibt uns habe vollstes Vertrauen in mein Team", so Hamilton.

Lewis Hamilton hat nach den Tests Respekt vor Ferrari

Erste Früchte haben die Zusatzschichten offensichtlich auch schon getragen: "Wir haben uns im Laufe der Tests verbessert und wir haben einige Verbesserungen hier in Australien. Aber die hat auch Ferrari", sagt Hamilton. "Es gibt inzwischen neue Infos aus dem Windkanal, mit denen macht jeder noch mal einen Schritt. Wir haben jetzt ein besseres Verständnis und fahren hier mit einem frischeren Auto."
Konkret heißt das: Um den vermeintlichen Rückstand auf die rote Konkurrenz wettzumachen, bringt Mercedes schon beim Auftakt ein erstes Frontflügel-Update, das sich stark an Ferraris Lösung bei den Tests in Barcelona orientiert.
Sollte es am Wochenende trotzdem noch nicht reichen, um Vettel und Co. zu schlagen, will Hamilton Ruhe bewahren. "Das ist mir nicht so wichtig", sagt der Titelverteidiger mit Blick auf den Auftaktsieg im Albert Park. "Eine Formel-1-Saison ist lang. Ich will nur regelmäßig Top-Platzierungen einfahren. An alles andere denke ich im Moment nicht."

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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