Formel 1: Mercedes-Star Nico Rosberg
Auf Häkkinens Spuren

In Hockenheim durfte Nico Rosberg das Auto seines Idols Mika Häkkinen bewegen. Für den WM-Leader ist das eine Rückkehr zum Formel-1-Purismus.
Bild: Hersteller
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Mercedes-PR-Tag vergangene Woche in Hockenheim. Die Stuttgarter wollen Lust machen auf den Grand Prix im eigenen Land (31. Juli) und bringen ihre historischen Rennwagen ins badische Motodrom. Mit dabei auch Nico Rosberg (31). Der Deutsche weiß, dass er einen Silberpfeil pilotieren soll. Als er erfährt welchen, jubelt er, als hätte er gerade seinen ersten WM-Titel gewonnen ...

Nico Rosberg dreht im Silberpfeil von 1998 Testrunden
Rosberg nimmt Platz. „Es ist schon erschreckend“, stellt er fest. „1998 ist gar nicht so lange her, aber die Bremsverstellung, die heute mit das Wichtigste ist, war damals so ein Drehknopf, der ständig hakt.“
Der V10 heult auf. Ein Dröhnen in den Boxen von Hockenheim. Rosberg gerät ins Schwärmen: „So ein Zehnzylinder ist schon was Tolles. Das hat mich direkt an meine Zeit als Williams-Testfahrer erinnert.“ Das Kreischen wird lauter. Der Silberpfeil-Star gibt Gas – und würgt den Motor ab: „War aber nicht meine Schuld.“

Cool bleiben, so schaut die Motorkühlung unter der Haube des MP4/13 aus
Jetzt arbeitet Rosberg daran, dass der Große Preis von Deutschland 2016 ein Erfolg wird – auch damit er dem Kalender der Königsklasse erhalten bleibt. „Das ist Tradition“, sagt der gebürtige Wiesbadener. „Ohne Deutschland-GP ist es keine richtige Formel 1.“
Zumal der Mercedes-Pilot auch seine eigene Geschichte mit Hockenheim verbindet. 1995 hat er beim DTM-Abschied seines Vaters während der Fahrerparade auf dem Dach des Autos gesessen. „Damals herrschte volles Haus“, erinnert sich Rosberg, „aber es war mir zu peinlich zu winken.“ 2016 dürfte ihm das bestimmt leichterfallen.
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